Bad Dürkheim / Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Freibadsaison 2023: Regen lässt Gästezahlen einbrechen

Am Donnerstagmittag war das Becken des Wachenheimer Freibads wegen eines drohenden Gewitters sogar kurzzeitig gesperrt.
Am Donnerstagmittag war das Becken des Wachenheimer Freibads wegen eines drohenden Gewitters sogar kurzzeitig gesperrt.

Wochenlanger Sonnenschein ist Schwimmbadbetreibern natürlich am liebsten. Doch davon ist der Sommer 2023 weit entfernt. Wie wirkt sich das regnerische Wetter der vergangenen Wochen auf das Dürkheimer Salinarium und das Wachenheimer Freibad aus?

Herrschen hohe Temperaturen und eitel Sonnenschein, sind Liegewiese und Schwimmbecken im Freien im Salinarium voller Badegäste. Dafür ist der Betrieb im Hallenbadbereich überschaubar. Regnet es, drehe sich dieses Verhältnis einfach um. Dann ziehe es die Leute eben nach drinnen, erklärt die kommissarische Leiterin Ira Schlömer. So habe das Dürkheimer Freizeitbad das durchwachsene Wetter im Juli bis Anfang August im Hinblick auf die Besucherzahlen teils kompensieren können. „Wir haben zwar durchaus einen Einbruch gemerkt, aber dadurch, dass wir das Hallenbad bis 6. August noch geöffnet hatten, war das nicht so tragisch. Zumal dafür die Sauna sehr gut besucht war“, berichtet sie.

Zum Auftakt der Freibadsaison Ende April sei nicht viel losgewesen, da der Sommer dieses Jahr recht lange auf sich habe warten lassen. „Im Juni hatten wir dann aber sogar 5000 Besucher mehr als 2022, insgesamt 29.000“, verrät Schlömer. Der Juli sei im Vergleich zum Vorjahr mit rund 26.000 Gästen gleichgeblieben. „Diese Zahlen sind trotz des Wetters und der Therme-Baustelle sehr zufriedenstellend“, macht sie klar. Den Tagesbestwert erreichte das Salinarium nach ihren Angaben am 9. Juli mit 2200 Badegästen. „Das hätte auch vor der Corona-Pandemie und dem Beginn der Baustelle zu den höheren Zahlen gehört“, sagt die kommissarische Leiterin des Freizeitbads. Zwar gebe es immer wieder kurzfristig richtig heiße, schönen Tage. Doch was dem Sommer 2023 fehle, „ist Langfristigkeit“, eine über viele Wochen anhaltende Schönwetterphase.

Hallenbad erst wieder ab 25. September offen

Für den Rest der Saison kann das Salinarium Regenperioden allerdings nicht mehr mit dem Hallenbadbereich ausgleichen. Denn das wird gerade runderneuert und um zusätzliche Liegeplätze erweitert. „Die Staubschutzwände sind bereits demontiert und die neue Liegelandschaft ist auch schon zu sehen. Sie wird jetzt modelliert und gefliest“, erzählt Schlömer. Die Bauarbeiten liegen ihr zufolge momentan im Zeitplan, wonach das Hallenbad den Gästen ab dem 25. September wieder in vollem Umfang zur Verfügung stehen soll.

Wesentlich stärker bekommt das Freibad in Wachenheim das regnerische Wetter zu spüren. „Da wir ein reines Freibad sind, sind wir sehr wetterabhängig“, erklärt Ralf Johannsen, Meister für Bäderbetriebe bei den Stadtwerken Wachenheim. So seien die Besucherzahlen ausgerechnet zu Beginn der Sommerferien durch den Regen eingebrochen. „Von Mitte Juli bis 14. August kamen nur 1500 Leute“, berichtet er.

Im heißen Juni viel Betrieb

Das seien überwiegend Stammkartenbesitzer beziehungsweise Stammgäste, die auch schlechtes Wetter nicht davon abhalte, ihre Bahnen zu ziehen. Zum Vergleich: Im Juni waren es 8653 Badegäste. „Am 25. Juni hatten wir allein 777 an einem einzigen Tag. Das ist für so ein kleines Schwimmbad schon sehr viel“, sagt Johannsen. Die Zahlen im Juni könnten sogar mit der Vor-Corona-Zeit mithalten.

Ein Totalausfall sei diese Saison trotz des nicht gerade optimalen Wetters aber nicht. Die Besucherresonanz sei sogar eher besser als 2022 und selbst verglichen mit den Jahren vor der Pandemie durchschnittlich. „Denn wir hatten ja auch früher immer mal schwächere Sommermonate“, erläutert er.

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