Bad Dürkheim Frankreich und die Pfalz

Den 55. Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages am 22. Januar haben etliche deutsch-französische Vereinigungen in der Pfalz zum Anlass genommen, über den eigenen Tellerrand zu schauen und ein gemeinsames Programm rund um diesen Termin auf die Beine zu stellen. Am Freitag startet die Veranstaltungsreihe „Frankreich und die Pfalz“.
Die Vereinigungen möchten die Jugend für ein Engagement abseits ausgetretener Pfade gewinnen, sich selbst auch neu definieren, sagt Claus Schönbucher, Präsident der Deutsch-französischen Gesellschaft Ludwigshafen am Rhein und Mannheim (DFG Lu/Ma) bei einem Pressetermin in Wachenheim. In der Folge des Vertrages zwischen Konrad Adenauer und Charles de Gaulles entstanden zahlreiche Partnerschaftsvereine in der Region. Sie sind entsprechend in die Jahre gekommen und brauchen Nachwuchs. „Wir wollen neue Dinge tun, um die Jugend anzusprechen“, so Präsident Schönbucher. Vor eineinhalb Jahren sei ein gemeinsames Vorgehen der Partnerschaftsvereine erstmals Thema gewesen, berichtet er. Herausgekommen ist die Initiative deutsch-französischer Vereinigungen der Pfalz „Amis pour la vie – Freunde feiern gemeinsam“ vom 19. bis 28. Januar. Zelebriert wird die deutsch-französische Freundschaft zu verschiedenen Terminen und Orten. Den Auftakt macht der Freundeskreis Speyer-Chartres, der im nächsten Jahr 60 Jahre alt wird, mit einem Vortrag von Reinhard Schreiner (morgen, 19. Januar, 19 Uhr). Das Referat „Geschichte und Aktualität – 55 Jahre Élysée-Vertrag“ im geschichtsträchtigen „Salle d’Honneur (Ehrensaal) im Haus der Vereine wird begleitet von der Ausstellung „Von der Feindschaft zur Freundschaft“. Zu den Veranstaltern gehören die DFG Lu/Ma und der Freundeskreis Dannstadt-Schauernheim-Bethény . Eine „Soirée dansante“, ein Tanzabend mit Livemusik und Showeinlagen (Samstag, 20. Januar, 20 Uhr), hat der deutsch-französische Freundeskreis Wachenheim-Cuisery mit dem Tanzsportclub Rot Gold Ludwigshafen in der Wachenheimer Stadthalle organisiert. Karten: info@wachenheim-cuisery.de. Mit dem musikalischen Theaterstück „Das Wunder von Weihnachten“ nach „Joyeux Noel“ (22. Januar, 19.30 Uhr) von Christian Carion – die Geschichte hat den nicht autorisierten Waffenstillstand zwischen deutschen, schottischen und französischen Soldaten an Heiligabend 1914 zum Inhalt – geht es in Landau bei der dortigen deutsch-französischen Gesellschaft weiter. Ausführende im Kleinen Saal in der Landauer Festhalle sind Schüler des Max-Slevogt-Gymnasiums. Auskunft: borgeot-klein@dfg-landau.de. Tags darauf ist im Pfarrsaal Heilig Kreuz eine Lesung mit der französischen Journalistin und Schriftstellerin Pascale Hugues angesetzt (23. Januar, 19.30 Uhr). „Neustadt in der Französischen Zeit“ lautet ein Vortrag von Werner Schreiner im Casimirianum (24. Januar, 18.15 Uhr). Veranstalter ist der Historische Verein Neustadt. Den Film „Saint Jacque… La Mecque“ zeigt die Deutsch-französische Gesellschaft Neustadt in Kooperation mit Roxy-Kino (25. Januar, 19 Uhr). „Wanderungen durch die Pariser Stadtgeschichte“ bietet Georg Bossong, der lange in Paris gewohnt und gelehrt hat, in der Volkshochschule Neustadt an, Info: www.dfg-nw.de (26. Januar, 19 Uhr). In Edenkoben ist im Katholischen Pfarrsaal ein zweisprachiger Gedichtvortrag von und mit der Schriftstellerin Katrin Kirchner geplant, die Soirée „Galettes des Rois“. Veranstalter ist hier der Freundschaftskreis Edenkoben – Etang sur Arroux (25. Januar, 18 Uhr). In Ludwigshafen liest Daniel Werner in der Stadtteil-Bibliothek Lu-Gartenstadt aus historischen Reiseberichten von Montaigne, Hugo und Dumas „Wenn einer eine Reise tut“. Veranstalter sind die DFG Lu/Ma und der Förderkreis der Bibliothek. (25. Januar, 19 Uhr). Eine Führung durch die Ausstellung „Stimme des Lichts: Delaunay, Apollinaire und der Orphismus“ im Wilhelm-Hack-Museum ist die letzte Veranstaltung dieser Reihe (28. Januar, 16 Uhr). Anmeldung: president@dfg-lu-ma.de. Eine „Lesestunde für Kinder“ zwischen zwei und sieben Jahren veranstaltet die Französische Bibliothek Speyer im Haus der Vereine (27. Januar, 15 Uhr).