Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Flugplatzfest: Einige Mutige wagen den Sprung (mit Bildergalerie)

In dieser Maschine hebt Julian (15) zum Rundflug ab. 100 Gäste haben diese Chance wie er genutzt.
In dieser Maschine hebt Julian (15) zum Rundflug ab. 100 Gäste haben diese Chance wie er genutzt.

Hoch hinaus ist es für Besucher des Flugplatzfestes am Wochenende in Bad Dürkheim gegangen. Wer wollte, konnte Rundflüge machen, für ganz Mutige wurden Fallschirmsprünge angeboten. Das regnerische und windige Wetter schränkte das Angebot allerdings ein bisschen ein.

Der Start von Julians Rundflug am Samstagmittag verlief reibungslos. „Es war sehr cool. Die Aussicht war prima und alles wirkte so klein wie Spielzeugfiguren. Einmal durfte ich sogar selbst lenken“, erzählte der 15-Jährige. Solche Rundflüge mit den vier Vereinsflugzeugen des Flugsportvereins (FSV) Bad Dürkheim waren am Wochenende beliebt: Etwa 100 Personen nahmen laut Veranstalter daran teil.

Drinnen lockt eine Hüpfburg.
Drinnen lockt eine Hüpfburg.
Gleich geht’s in die Luft.
Gleich geht’s in die Luft.
Mit dabei sind echte Hingucker.
Mit dabei sind echte Hingucker.
Es war einiges los.
Es war einiges los.
Ganz Mutige wagten den Sprung.
Ganz Mutige wagten den Sprung.
Auch am Boden gab es was zu gucken.
Auch am Boden gab es was zu gucken.
Rund 100 Menschen nutzten die Gelegenheit und machten einen Panorama-Flug.
Rund 100 Menschen nutzten die Gelegenheit und machten einen Panorama-Flug.

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Am Boden sorgte unter anderem Metzger Hambel aus Wachenheim für das leibliche Wohl der Gäste. Auch ein Eiswagen und ungarische Lángos standen zur Auswahl. Für die jungen Besucher gab es eine Hüpfburg. Am Samstagabend begeisterten die Beat Brothers mit ihrem Auftritt bei der Hangarparty.

Starten und Landen vor fantastischer Kulisse

Tagsüber waren in einer der Hallen Modellflugzeuge ausgestellt, die bei Flugshows vorgeführt wurden. Die Zuschauer an neben der Landebahn aufgestellten Tischen verfolgten die originalgetreu nachgebauten Maschinen gespannt. Auch die großen Flugzeuge konnten bei Start und Landung beobachtet werden, sowie die Ankunft einiger Fallschirmspringer. Ein solcher Tandemsprung war auch der Hauptgewinn bei der Tombola, die an beiden Festtagen stattfand. „Am Samstag gewann ihn ein 14-jähriges Mädchen. Sie sagte, dass sie das schon immer mal machen wollte. Wir freuen uns daher besonders für sie“, erklärte der FSV-Vorsitzende Andreas Laubner. Aufgrund des Wetters musste allerdings ein Ersatztermin vereinbart werden.

Zuvor waren am Samstagvormittag bei zu diesem Zeitpunkt noch gutem Wetter bereits zwölf Festbesucher gesprungen, berichtete Brita Feuerstein. Die 52-Jährige ist Mitglied im Fallschirmclub Bad Dürkheim. Der Club, der dem Flugplatz angeschlossen ist, bietet regelmäßig Tandemsprünge mit professionellen Fallschirmspringern an. Der Flugplatz Bad Dürkheim sei durch das Panorama äußerst beliebt, erzählte Feuerstein, die selbst seit sechs Jahren Fallschirm springt.

Familiäre Flugschule

Die Idee für das Flugplatzfest kam bereits bei der Weihnachtsfeier des Flugsportvereins auf. „Normalerweise hatten wir die Sommerfeste etwa alle zwei Jahre veranstaltet. Durch die Pandemie fand nun seit dem 50. Jubiläum vor fünf Jahren kein Fest mehr statt“, erläuterte Laubner. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Fest. Wir bekamen vor allem am Samstag sehr viel Zuspruch. Es sind viele Gäste erschienen. Und obwohl das Fest am Sonntag fast ins Wasser gefallen ist, kamen einige Besucher“, berichtete er und betonte, dass alles durch tatkräftiges Engagement der Mitglieder ermöglicht wurde. Der 66-Jährige ist seit neun Jahren Mitglied, den Vorsitz übernahm er drei Jahre später. Für Laubner, der in Hochdorf-Assenheim wohnt, ist der Flugplatz Bad Dürkheim etwas Besonderes. „Wir haben hier eine fantastische Lage, durch das Panorama ist er einer der schönsten Flugplätze in Deutschland. Das pfälzische Klima sorgt zudem oftmals dafür, dass die Flugbedingungen hier in der Region etwas besser sind.“ Am Flugplatz gibt es darüber hinaus eine Flugschule, an der acht Fluglehrer aktuell zehn Flugschüler unterrichten. Meist würden sich junge Leute anmelden, jedoch seien teilweise auch Ältere dabei, verriet Laubner, der seinen Flugschein mit 50 Jahren gemacht hat. „Dafür braucht man viel Enthusiasmus und Durchhaltevermögen.“

„Die Flugschule in Bad Dürkheim ist familiär, aber gleichzeitig sehr professionell. Die Fluglehrer können durch ihre eigenen Erfahrungen praxisnahe Inhalte vermitteln“, berichtete Elena Müller. Sie ist seit zwei Jahren Mitglied im Verein und hat im vergangenen Jahr den Flugschein gemacht. Jetzt fliegt sie etwa alle zwei Wochen: „Es ist ein superschönes Hobby, das den Leuten viel Freude bringt. Das wollen wir auch den Festbesuchern zeigen“, erklärte die 27-Jährige.

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