Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Feuerwehr Wachenheim kämpft mit Platzproblemen – Neubau nötig

Zu klein: Das Feuerwehrgerätehaus in Wachenheim soll neu gebaut werden.
Zu klein: Das Feuerwehrgerätehaus in Wachenheim soll neu gebaut werden.

Platznot prägt den Alltag der Feuerwehr Wachenheim. Die Experten sind sich einig: Es braucht ein neues Gerätehaus. Was sagt der Wehrführer dazu?

Dass das Feuerwehrgerätehaus in Wachenheim viel zu klein ist, wussten die Feuerwehrleute schon aus eigener Erfahrung. Nun haben sie es auch schwarz auf weiß: Eine Machbarkeitsstudie der Firma Gtec kommt zu dem Schluss, dass ein Neubau erforderlich ist, um die Anforderungen einer modernen Feuerwehr zu erfüllen.

Volker Bankstahl vom Ingenieurbüro Gtec zählte im Rat der Verbandsgemeinde Wachenheim am Montag eine ganze Reihe von Mängeln auf – Punkte also, bei denen das aktuelle Gerätehaus die Normanforderungen nicht erfüllt.

So müssten beispielsweise ausreichend Parkplätze vorhanden sein, denn die Einsatzkräfte dürfen eigentlich nicht im öffentlichen Raum parken. Einen solchen Mangel an Stellplätzen wie in Wachenheim habe er noch nicht erlebt, kommentierte Bankstahl. „Hier wird nahezu ausschließlich im öffentlichen Raum geparkt“, sagte er. Verbandsbürgermeister Torsten Bechtel (CDU) bestätigte diesen Eindruck: Bei Alarm parken die Feuerwehrleute zunächst schnell. Die Schlüssel bleiben im Auto, und der Letzte, der am Gerätehaus ankommt, stellt die Fahrzeuge ordnungsgemäß ab.

Das Platzproblem betrifft laut Ingenieurbüro jedoch nicht nur die Privatfahrzeuge. Auch für die Einsatzfahrzeuge fehlt Raum – diese müssten eigentlich vor den Garagen eine Abstellfläche haben. Doch auch hierfür gibt es in Wachenheim keinen ausreichenden Platz.

Weitere Mängel betreffen die Alarmwege: So ist etwa die Damenumkleide nur über Treppen erreichbar, was nicht den Normen entspricht. Außerdem lässt die beengte Raumlage eine Schwarz-Weiß-Trennung nicht zu – also die strikte Trennung zwischen kontaminierter und sauberer Kleidung.

Aus all diesen Gründen sehen die Experten einen erheblichen Handlungsbedarf. Auf der bestehenden Grundstücksfläche lassen sich die erforderlichen Verbesserungen nicht umsetzen. Der Bedarf liege bei rund 2500 Quadratmetern – deutlich mehr als es das gut 600 Quadratmeter große Grundstück zulässt. Für ein zukunftsfähiges Feuerwehrhaus mit Erweiterungsmöglichkeiten empfehlen die Gutachter sogar eine Fläche von etwa 4000 Quadratmetern.

Standortsuche beginnt

„Die Erwartungshaltung an die Politik ist groß, dass sie sich bald für ein geeignetes Gelände entscheidet“, sagte Wachenheims Wehrleiter Thomas Münch auf Nachfrage. Er verfolgte die Debatte im Verbandsgemeinderat am Montagabend gemeinsam mit rund einem Dutzend Feuerwehrangehörigen.

Seit 2013 beschäftigen sich Münch und sein Vorgänger mit dem Thema. „Wir sind schon lange dran“, betont er. Nun hofft er, dass das Projekt noch während seiner Amtszeit bis 2030 umgesetzt wird.

Robert Blaul (SPD) sprach im VG-Rat von einem „dringend notwendigen Handlungsbedarf“. Simone Krämer (CDU) dankte der Feuerwehr für ihren „tollen Job“, den sie derzeit in einer „Hutschachtel“ erfülle. „Wir müssen schnellstmöglich vorankommen“, ergänzte Jürgen Bohl (SPD). „Wir haben eine Aufgabe: Wir brauchen ein Grundstück und Geld“, fasste Wolfram Meinhardt (FWG) zusammen.

Mit der Standortsuche will die Verbandsgemeinde nun beginnen, bestätigte Bechtel. Die Präferenz der Feuerwehr ist längst bekannt: Sie wünscht sich einen Neubau am Standort Oberstnest, in direkter Nähe zum aktuellen Gerätehaus. „Das liegt innerhalb der Stadt Wachenheim, bietet ausreichend Platz und würde passen“, bekräftigte Münch.

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