Friedelsheim
Festgottesdienst zur Vorstellung von Pfarrer Simon Krug
Der knapp 36-jährige Krug ist in Worms aufgewachsen und studierte in Mainz Theologie, zuerst katholische Theologie, dann wechselte er die Konfession. Seine Ausbildung als Organist bekam Krug bei Dominikanern. Sein Vikariat absolvierte er in Germersheim. Danach erteilte er an einer Fachschule für Sozialwesen Unterricht mit Schwerpunkt Religionspädagogik. Sein Herz habe Krug in seiner Zeit auf der vakanten Pfarrstelle von Kirchheim/Kleinkarlbach an die Kirchengemeinde verloren, berichtete Dekan Stefan Kuntz. Dort wurde er im April 2019 ordiniert.
Am 1. Januar hat er die drei Pfarrgemeinden Friedelsheim, Gönnheim und Ellerstadt übernommen. Ellerstadt ist erst jüngst durch eine Umstrukturierung dazugekommen. Die drei Gemeinden freuten sich auf ihren neuen Pfarrer, so Kuntz, und das zu Recht, bringe er doch viel Energie und Engagement für sein Amt mit. In Ellerstadt gehört auch der evangelische Kindergarten zu seinem Verantwortungsgebiet. Krug sei jedoch nicht nur an den Menschen interessiert, er zeige auch sonst Interesse an Gottes Schöpfung. Besonders mit Eulen beschäftigt er sich gerne, sagte Kuntz. „Alle im Kirchenbezirk freuen sich auf dich und die gemeinsame Arbeit“, versprach er, und ihn freue Krugs Einstellung, dass er Gemeindearbeit als Teamarbeit betrachte.
Brot und Salz als Willkommensgruß
Als Thema für seine Predigt hatte Krug die Geschichte von Josef und seinen Brüdern gewählt und deren Situation auf heutige Familien übertragen. Die Geschichte zeige, wie es auch heute noch in Ehen, Beziehungen und Freundschaften zugehen könne, meinte er. Die Menschen in Kirche und Gesellschaft sollten immer wieder in der Lage sein, um Verzeihung zu bitten und wie Josef aus dem System von Aufrechnung auszusteigen. Seine Predigt führte den Wert von Vergebung und Nächstenliebe vor Augen.
Als Pfarrerin Jung die Gemeinde im Februar 2020 verließ, habe jeder damit gerechnet, dass es „mindestens ein Jahr“ dauern würde, bis ein neuer Pfarrer käme, berichtete die Vorsitzende des Gönnheimer Presbyteriums, Ellen Swillus. Dass es so schnell gegangen ist, dass ein junger, aufgeregter Pfarrer vor dem Presbyterium stand, habe man nicht geahnt, sagte sie. Das Presbyterium von Friedelsheim überreichte nach alter Sitte Brot und Salz als Willkommensgruß. Vom Team der Kita „Regenbogen“ in Ellerstadt bekam Krug eine Torte in den Regenbogenfarben. Nun seien alle Pfarrstellen in der Verbandsgemeinde Wachenheim wieder in festen Händen, freute sich Presbyterin Hilke Bechtel, die als Vertretung von Pfarrerin Julia Heller aus Wachenheim gekommen war.
Krugs Vorvorgänger, Georg Weber, meinte: „Du hast nicht nur ein, sondern drei Völkchen zu führen, wie selbstbewusst, wirst du noch sehen.“ Für die katholische Schwestergemeinde überbrachte Pfarrer Norbert Leiner die Grüße, Beatrice Enß tat das im Namen der Friedelsheimer Mennonitengemeinde. Die ökumenische Musikgruppe „Bunter Haufen“, der Posaunenchor Friedelsheim-Gönnheim und der Protestantische Kirchenchor umrahmten den Vorstellungsgottesdienst musikalisch.