Fußball
FCK-Spieler Philipp Klement trainiert mit Jugendlichen des TuS Wachenheim
Für den „Wachenheimer Bu“ Philipp Klement (30), der als Fußballprofi sein Geld zurzeit beim 1. FC Kaiserslautern verdient, war es eine Reise in die Vergangenheit. Am Mittwoch kehrte Klement an den Ort zurück, wo er von 1996 bis 2004 das Kicken erlernte und erstmals seine Fußballschuhe geschnürt hat.
Nach seinem Training bei den Roten Teufeln, traf er sich mit den Jugendfußballern des TuS auf dem Kunstrasenplatz Am Alten Galgen, um in immer wieder neu zusammengestellten Teams bei munteren Spielchen sein Können unter Beweis zu stellen. Valentin (9), der schon als Einlaufkind beim FCK dabei war und bei der E-Jugend im Tor steht, hatte sich schon sehr auf den Spieler seines Lieblingsvereins gefreut. „Der ist ein super Typ und auch ein guter Spieler“, lautet sein fachmännisches Urteil. Dass er im Laufe des Spiels ausgerechnet nach einem Treffer des Profis hinter sich greifen musste, tat der guten Laune keinen Abbruch. Der zwölfjährige Oscar, der in der D-Jugend kickt, findet den Philipp „ganz gut“. Er selbst würde auch gern mal bei seinem hiesigen Lieblingsverein FCK spielen, obwohl sein Herz bei der ersten Liga für die Dortmunder schlägt.
Profi mit Vorbildfunktion
Jugendtrainer Antonino Licciardello würde es begrüßen, wenn es mal wieder einer aus den Reihen des TuS Wachenheim schaffen würde, eine Profikarriere hinzulegen. „Dem einen oder anderen von uns könnte es gelingen, denn Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden“, berichtet der D-Jugend Trainer, der es cool findet, mal einen Profi aus nächster Nähe bestaunen zu können, denn „der Philipp hat für die Jungs auch eine Vorbildfunktion“. Das kann Paul (13), der demnächst in der C-Jugend spielen wird, nur bestätigen. „Das hat heute voll Spaß gemacht. Der Philipp ist nett und sympathisch. Ich würde auch gern Profi werden, aber das wird sehr sehr schwer“. Auch Bjarne (12), der in der D-Jugend aktiv ist könnte sich eine Karriere als Profi vorstellen. Alternativ käme für ihn sonst auch ein Job als Sportreporter in Frage. „Ich finde es super, dass Philipp heute mit uns gemeinsam auf dem Platz stand“, sagt er anerkennend.
Nach dem Spiel hatten die Kids noch die Möglichkeit, Philipp Klement zu allen Dingen, die im Zusammenhang mit dem Lieblingssport der Deutschen stehen, zu befragen und erfuhren dabei, dass das Lieblingsstadion des Profis neben dem Betze die Allianz Arena in München ist, er Messi und nicht Ronaldo für den besten Fußballer hält und sein Lieblingskollege in der eigenen Mannschaft Robin Bormuth ist. „Mir hat es heute auch Spaß gemacht, mit den Kids zusammen zu spielen und deren Freude und ihr Engagement zu sehen“, berichtet Klement, der bei dem einen oder anderen gute Ansätze erkannt habe. „Die haben auch versucht flach zu spielen. Das hat mir sehr gut gefallen“.
Auch Schuhe werden signiert
Er selbst wolle noch so lange, wie möglich auf dem Platz stehen. Da er gerade ein Sportmanagement-Fernstudium mit der Bachelorarbeit abgeschlossen hat, sieht er seine berufliche Zukunft eher im Managementbereich, will aber eine spätere Trainerkarriere auch nicht ganz ausschließen. Den Abschluss des Nachmittags auf dem Trainingsgelände des TuS Wachenheim, bildete die von den Jugendlichen sehnsüchtig erwartete Autogrammstunde. Neben dem Verteilen der üblichen Autogrammkarten, verewigte sich Klement auch auf zahlreichen Trikots und Fußballschuhen. „Ich weiß gar nicht, ob ich damit überhaupt noch spielen werde“, meinte ein E-Jugendlicher, der stolz seine frisch signierten Treter in den Himmel reckte.