Wachenheim
FCK-Profi Philipp Klement zwischen Olympiastadion und TuS-Anlage
FCK-Profi Philipp Klement ist ein ruhiger, ausgeglichener und sympathischer Typ. Das wissen nicht nur seine Freunde und Fans der Roten Teufel. Von diesen Eigenschaften des begnadeten Technikers, der mit einem feinen linken Fuß ausgestattet ist, profitieren auch die Verantwortlichen des TuS Wachenheim.
Den TuS und Klement verbindet eine gemeinsame Geschichte. Hier hatte die Karriere des Fußballers im zarten Alter von vier Jahren begonnen, begleitet von Jugendleiter Franz Klement, seinem Vater. Auch über 20 Jahre später ist der 31-Jährige dem Verein treu geblieben und beweist aktuell, dass er die Bodenhaftung im ganz wörtlichen Sinne nicht verloren hat. Denn der TuS braucht einen neuen Boden, besser gesagt: einen Kunstrasen.
Neu im Vorstand
Klement hilft mit seiner Strahlkraft und seinen Kontakten dabei, Rasenpatenschaften zur Finanzierung des Projekts zu gewinnen. Einen Teil – etwa 50.000 Euro von 376.500 Euro – möchte der Verein durch Spenden finanzieren. Schon jetzt zeigen sich erste Erfolge. 25.000 Euro sind bereits zusammengekommen.
Aber beim Spendensammeln bleibt es nicht. Der in Wachenheim aufgewachsene Profi übernimmt auch Verantwortung im Vorstand seines TuS. Das ist in der Welt des Profifußballs keine Selbstverständlichkeit. Der heimatverbundene Kicker aber möchte mit seinem Engagement denjenigen etwas zurückgeben, die ihn während seiner Karriere unterstützt und gefördert haben. Dazu gehört neben der Familie auch der TuS Wachenheim.
Und natürlich der FCK. Dort hat Klement mit der A-Jugendmannschaft 2010/11 die Deutsche Vizemeisterschaft auf den Betze geholt. Ein ähnliches Ereignis, jedoch von weitaus größerer Bedeutung, erwartet den „Wachenheimer Bu“ in Berlin: das DFB-Pokalfinale gegen die Werkself aus Leverkusen. Da benötige seine Mannschaft „wohl etwas Glück“, um zu gewinnen, sagt er gegenüber der RHEINPFALZ am Donnerstag. Aber: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Die ganze Konzentration gilt am 25. Mai deshalb – auch ausnahmsweise beim Wachenheimer TuS – nur einem Bodenbelag: dem Rasen im Berliner Olympiastadion.