Bad Dürkheim Ein Weihnachtsmärchen

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Einen Weihnachtsmarkt wird es auch in diesem Jahr in der Dürkheimer Innenstadt nicht geben. Dennoch wird es ein märchenhafter Advent, mit internationalem Flair. Ansonsten bereitet der Gewerbeverein eine neue Willkommbox vor, die Stadt legt den Dürkheim-Gutschein neu auf. Aber zunächst steht das „Horrido“ zum Hubertusmarkt an – zum verkaufsoffenen Sonntag am 2. November.

„Der wird richtig gut“, freute sich Christine Michler gestern im RHEINPFALZ-Gespräch. Nach dem grandios verlaufenen Bauernmarkt im Oktober hofft die Vorsitzende des Gewerbevereins erneut auf gutes Wetter und entsprechenden Publikumsandrang zum letzten verkaufsoffenen Sonntag in diesem Jahres. Am Angebot dürfte es nicht mangeln. Erneut zwischen 80 und 90 Straßenhändler dürften ab 11 Uhr ihre Ware feilbieten, die Sonntagsjäger erwartet eine ebenso reichhaltige wie vielfältige Ausbeute nicht nur an Wildspezialitäten und anderen deftigen Leckerbissen. Für die passende Untermalung sorgen die zünftig gewandeten Jagdhornbläser Schloss Fußgönheim, die durch die Stadt marschieren, um an verschiedenen Stellen ins Horn zu stoßen. Ein Holzbildhauer wirft derweil ein ganz spezielles Werkzeug an: Heiner Euler aus der Nähe von Alzey „schnitzt“ seine Skulpturen mit der Kettensäge ... Auf Kinder warten wieder ein Streichelzoo, Ziegen und Ponys sowie ein zünftiger Falkner mit einer Greifvogelschau. Ihre Eltern können ab 13 Uhr eher ein Adlerauge auf die Winterkollektion des Einzelhandels werfen oder sich von Weihnachtsideen und -angeboten animieren lassen. Das Halali wird erst um 18 Uhr geblasen. Beim letzten Infoabend des Gewerbevereins, der laut Michler derzeit 135 Mitgliedsbetriebe umfasst, wurden auch schon die Weichen für weitere Aktionen und Aktivitäten gestellt, insbesondere im Advent. Dann sind etwa Tompte Tinkepit und Sinterklaas, Babuschka und Väterchen Basilius samt anderen nationalen Weihnachtsfiguren aus einem Dutzend europäischer Länder in Bad Dürkheim zu Gast. Sie nisten sich in Schaufenstern ein und sollen dort für ein Gewinnspiel aufgespürt werden, bei dem am Ende drei Hauptpreise in dreistelligem Wert verlost werden. Kinder werden wieder aufgefordert, zu Nikolaus dem Einzelhandel ihre Stiefel zu bringen, und auch den „Wunschbaum“ lässt der Gewerbeverein zusammen mit dessen Erstinitiatorin Michaela Grundmann wieder auferstehen. Generell gibt es im Advent in vielen Geschäften wieder leckere Oblaten-Lebkuchen nach Nürnberger Originalrezept als kleines Dankeschön für Kunden. Für künftige Kundschaft aus den Reihen neu zugezogener Dürkheimer bereitet der Verein gerade eine „Willkommbox“ vor, in der ein Gutscheinheft (Michler: „kein Kleinkram“) den Einkauf am Ort schmackhaft machen sollen. Ein fünfköpfiges Team aus eigenen Reihen hat sich dafür eine pfiffige Aufmachung einfallen lassen. Die Betriebe können noch bis 3. November ihre Beteiligung an der Box anmelden, die künftig an alle Neubürger verteilt werden – entweder bei den beiden Empfängen, die die Stadt für frischgebackene Wahldürkheimer gibt, oder über das Bürgerbüro bei der offiziellen Anmeldung. Die Stadt selbst legt derzeit pünktlich zum Weihnachtsgeschäft den „Dürkheim-Gutschein“ neu auf. Die Staffelung von 15, 25, 50 und 100 Euro wird beibehalten, die Palette der insgesamt mehr als hundert Einlösestellen wird erstmals auf eine Reihe von Winzern und Gastronomen ausgeweitet. Daneben bietet die Stadt dem Einzelhandel eine größere Präsentationsplattform innerhalb ihres Internetauftritts an, der bis Ende Januar ins Netz gehen soll. (psp)

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