Bad Dürkheim Ein Pflichtsieg – mehr nicht

Mit einem 6:1 (4:0)-Erfolg über den VfL Neuhofen sammelte der SV Rot-Weiss Seebach dringend eingeplante Punkte im Abstiegskampf der Bezirksliga. Gegen den überforderten Vorletzten nicht mehr als ein Pflichtsieg.
Stellenweise sah es ein kleines bisschen nach Handball aus, was Gastgeber und Gäste den 70 Zuschauern am Seebacher Kunstrasen präsentierten. Neuhofen verschanzte sich kurz vor dem eigenen Strafraum, und Seebach schob ein wenig ratlos den Ball von rechts nach links und wieder zurück. „Wir hatten erwartet, dass Neuhofen hier defensiv auftritt, aber wir hatten am Anfang zu wenig Bewegung und zu wenig Tempo in unseren Aktionen“, bemängelte Seebachs Trainer Roland Beck. Nervös wurde er deshalb ebensowenig wie seine Mannschaft. Der erste Treffer war nur eine Frage der Zeit. „Wir haben Geduld gebraucht und die haben wir auch aufgebracht“, lobte er. Vier Mal (1./6./12./14.) nahm der wiedergenesene Dominik Euler Maß, scheiterte aber jeweils. Nach 28 Minuten war er jedoch nur durch ein Foul zu stoppen und den fälligen Strafstoß verwandelte Pascal Beyer sicher zur Führung und eigentlich schon zur Entscheidung, denn ein Sturmlauf war von den Gästen nicht zu erwarten. Im Gegenteil. „Uns fehlt die Qualität für diese Liga“, räumte Neuhofens Spielertrainer Michael Malmer ein. Zwei weitere Tore aus dem Feld (Euler, 33./Gülay, 39.) sowie Beyers zweiter verwandelter Elfmeter (36.), dieses Mal nach Foul an Bastian Kessler, sollten bis zur Pause noch folgen und Roland Beck wusste, was dies für den zweiten Durchgang bedeutete: „Es war klar, dass wir danach nicht mehr die nötige Konzentration aufbringen konnten. Da kann ein Trainer in der Kabine sagen, was er will.“ Tatsächlich betrieb zunächst Sebastian Schiller mit einem toll verwandelten Freistoß aus 17 Metern Ergebniskorrektur, ehe die Begegnung ereignislos vor sich hinplätscherte. Erst in der Schlussviertelstunde besannen sich die Gastgeber wieder auf ihre Qualitäten, kamen zu weiteren Chancen und den Treffern durch Alexander Abel (79.) und Simon Fabian (86.). Roland Beck wusste das Ergebnis aber richtig einzuordnen: „Das war heute nicht mehr als ein Pflichtsieg.“