Gönnheim
Die WM-Tipper: Wein, Brauchtum und Geselligkeit im Vordergrund
Die Winzerkittel sind ihr Markenzeichen: die Bad Boys KuBa zählen zu den Urgesteinen des RHEINPFALZ-Tippspiels. Wie lange sie schon dabei sind, vermag Teamkapitän Rudolf Kost aus dem Stegreif gar nicht zu sagen. Entstanden ist die Männerrunde, die bei Wein- und Hoffesten der Region für Stimmung sorgt, aus der Altherren-Fußballmannschaft des TV Gönnheim. Die findet sich aber nicht im Namen – stattdessen steht „KuBa“ für Kultur- und Brauchtumsabteilung. Beidem fühlen sich die Tipper ebenfalls verpflichtet. „Das Kulturleben kommt bei uns nicht zu kurz, neben den kalten Getränken“, versichert Rudolf Kost – gepflegt wird beides bei gemeinsamen Fahrten, beispielsweise in Kosts Lieblingsstadt Wien. „Bad Boys“ wiederum ist eine Anspielung auf die Handballnationalmannschaft, die sich diesen Namen in der erfolgreichen Ära Heiner Brand gegeben hatte. Die Bad Boys wurden 2007 Weltmeister im eigenen Land.
Weltmeister? So gut schätzt Kost die Chancen der deutschen Fußballer 2026 zwar nicht ein. „Aber ich denke, dass wir eine gute Rolle spielen können“, sagt der Teamchef, der den deutschen Kickern durchaus das Halbfinale zutraut. Trotz des Brockens Frankreich, der im Achtelfinale droht? „Frankreich muss auch erst einmal die Gruppenphase überstehen“, sagt Kost und lacht. Dennoch hat er die Franzosen ebenso wie England und Spanien auf der Favoritenliste für den Turniersieg. „Diese Mannschaften haben schon außergewöhnliche Spieler“, sagt der Ellerstadter.
Gemeinsam Schauen ist Pflicht
Mit welcher Taktik gehen die Bad Boys das Turnier an? Auch dieses Mal hat sich die Tipprunde wieder etwas einfallen lassen. Die Partnerin von Günther Neu wird auslosen, welcher Bad Boy welche Partie tippen darf.
Wichtig ist den Fußballfreunden wie bei früheren Turnieren, dass Spaß und Geselligkeit im Vordergrund stehen. Das erste Spiel der deutschen Mannschaft gegen Curacao verfolgen die Bad Boys gemeinsam im Weingut des Mit-Tippers Wolfram Meinhardt, nebenbei noch Gönnheimer Ortsbürgermeister. Auch danach wollen die WM-Tipper so oft es geht gemeinsam schauen – etwa beim Public Viewing in Oggersheim. „Das gehört einfach dazu“, findet Rudolf Kost.