Hallenhockey RHEINPFALZ Plus Artikel DHC-Herren: Fokussiert gegen Limburg

Die junge Dürkheimer Truppe um Dominik Mehrain (rechts) und Dominik Rupp (links) will auch vom Zweitligaabsteiger Limburger HC a
Die junge Dürkheimer Truppe um Dominik Mehrain (rechts) und Dominik Rupp (links) will auch vom Zweitligaabsteiger Limburger HC am Samstag Punkte mit nach Hause bringen.

Noch einmal müssen die Herren des Dürkheimer HC in diesem Jahr in der Hockey-Regionalliga Süd ran. Am Samstag, 16 Uhr, wird die Begegnung mit dem Limburger HC angepfiffen, die aus einem Grund wichtig werden kann.

„Die Woche war durchwachsen“, blickt DHC-Coach Andreas Schanninger auf die vergangenen Tage zurück. Spieler waren krank, geboostert, verletzt: „Wir konnten nie mit dem kompletten Kader trainieren. Allerdings waren die, die anwesend waren, motiviert“, betont er.

Das könnte auch damit zu tun haben, dass die Derbyniederlage „noch nicht verdaut, aber abgehakt ist“. In der Videoanalyse der 6:11-Niederlage gegen den TFC Ludwigshafen am vergangenen Wochenende zeigte sich vor allem, das viele Gegentore aus ähnlichen Situationen entstanden: „Wir haben einen Angriff unterbunden und müssen das dann konstruktiv lösen.“ Das passiert aber nicht, stattdessen „versuchen wir zum Teil abstruse Dinge“, der Ball geht zurück an den Gegner und es rappelt im DHC-Kasten. „Da machen wir uns selbst das Leben schwer“, mahnt Schanninger mehr Struktur in diesen Szenen an.

Auch die Gefährlichkeit im Schusskreis moniert der Coach. Wenn eine Art zu Spielen gegen das System des Gegners funktioniere, könne man das auch mehrfach probieren, es müsse nicht immer wieder was Neues sein. Die Wiederholungen könnten Selbstvertrauen bringen.

Gegner auf Abstand halten

Gegen die Hessen sollen Punkte her. „Es ist vielleicht vermessen, zu sagen, dass wir als Aufsteiger gegen den Zweitliga-Absteiger gewinnen wollen“, sagt der DHC-Trainer. Punkten will er aber auf jeden Fall, um den HC auf Abstand zu halten. Limburg steht mit ebenfalls vier Spielen mit drei Punkten einen Rang hinter den drittplatzierten Dürkheimern, die sechs Zähler auf dem Konto haben. Die Tabelle ist derzeit allerdings ziemlich schief. Das Führungsduo HTC Würzburg und TFC hat dreimal gespielt, die beiden Letzten, ASV München und Rot-Weiss München, erst zweimal.

Gegen den Limburger HC werden Julius Neu und Torben Förster fehlen. Hinter dem Einsatz von Sebastian Dörr und Keeper Jonas Pacyna steht noch ein Fragezeichen. Und für den Trainer ist klar: „So was wie in der ersten Viertelstunde gegen den TFC oder die erste Halbzeit gegen Rot-Weiss können wir uns gegen Limburg nicht erlauben.“ Heißt übersetzt: „Wir müssen fokussiert sein.“ Gerade gegen den TFC war die Mannschaft in der Anfangsphase noch gar nicht richtig auf dem Platz angekommen, als es schon 0:2 stand.

Damit sich Tore cool anfühlen

Noch eine Sache ist Schanninger wichtig: „Wenn es hockeytechnisch nicht läuft, erwarte ich, dass wir wenigstens physisch da sind. Dass wir dagegengehalten haben, hat uns in den Spielen zurückgebracht“, auch wenn es im Derby nicht zum Punktgewinn reichte. Eine klare Körpersprache und Einsatz will er sehen. „Es wird auch auf die mannschaftliche Geschlossenheit ankommen. Dann entstehen daraus gute Spielzüge und die Tore fühlen sich cool an, weil viele Jungs damit zu tun hatten.“

Denn weder gegen die Münchner Teams noch bei der Aufholjagd von 2:6 auf 6:6 gegen den TFC „haben wir überragendes Hockey gespielt“. Der Unterschied sei viel mehr dadurch zustande gekommen, „dass wir solide, engagiert und mit Herz gemeinsam gespielt haben“. Und das will Schanninger auch gegen den Zweitliga-Absteiger sehen.

„Baustellen“ durch Pandemie

Die Begegnung ist aber auch wichtig, weil es Überlegungen gab, bei einem möglichen durch die Pandemie begründeten Abbruch der Saison nur die Hinserie zu werten. Die nennt Schanninger „nicht schlecht“, aber ein Sieg am Sonntag würde das Pendel in Richtung „fühlt sich gut an“ ausschlagen lassen. „Dann hätten wir von fünf Spielen drei gewonnen – bei den Ausfällen und dem ganzen Drumherum wäre das ein positives Fazit zur Halbzeit“, meint Schanninger.

Würde dann wegen der Corona-Lage die Spielzeit beendet, „wären wir überm Strich und nicht auf einem Abstiegsplatz“. Er gibt aber auch zu: „Wir sind froh, wenn es am Samstag erst mal rum ist. Es sind durch die Pandemie so viele Baustellen auf die man abseits des Platzes schauen muss – es fühlt sich nicht so an, wie man das im Sport normalerweise kennt, dass man Ausgleich zum Alltag hat, sich freispielen kann. Das fehlt im Moment.“

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