Bad Dürkheim Der Befreiungsschlag
BAD DÜRKHEIM. Mit einem überzeugenden 3:0 (1:0)-Sieg im Nachholspiel gegen den TSV Billigheim-Ingenheim hat Fußball-Bezirksligist Rot-Weiss Seebach den Anschluss an die davor platzierten Mannschaften hergestellt.
Die Gastgeber erwischten einen idealen Start und gingen früh in Führung, als nach einer Kombination über Timo Langenstein und Jan Weisenborn der Gästetorwart zwar den Schuss von Patrick Bauer abwehrte, aber Dominik Euler im Nachsetzen erfolgreich war (5.). „Die Mannschaft hat die Vorgabe, die entscheidenden Spieler des Gegners sofort zu attackieren, wenn sie angespielt werden, prima umgesetzt“, erklärte Seebachs Trainer Roland Beck. Dadurch ergab sich ein ungemein intensives Spiel, das sich aber meist zwischen den Strafräumen abspielte. Billigheim hatte eine kurze Drangphase mit einer Eckballserie, war aber nicht zwingend genug. Die Gastgeber hielten die Fehlerquote gering, agierten sehr konzentriert und hatten keinen Schwachpunkt im Team. Im zweiten Abschnitt legten die Seebacher noch eine Schippe drauf. Nach einem Ball von Langenstein in die Schnittstelle der gegnerischen Viererkette war Patrick Bauer aus halbrechter Position mit einem satten Schuss zum 2:0 erfolgreich (65.). Rot-Weiss nutzte die Gunst der Stunde. Als sich Jan Weisenborn mit einer Energieleistung am Flügel durchsetzte und in den Strafraum eindrang, wurde er gefoult. Den fälligen Elfmeter verwandelte Patrick Bauer zum 3:0 (69.). Die Gäste verstärkten danach die Offensive, aber richtig gefährlich wurde Billigheim-Ingenheim nicht mehr. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragte bei den Seebachern Innenverteidiger Nils Pfirrmann mit einer beeindruckend starken Vorstellung heraus. Er war der Turm in der Schlacht. „Die Mannschaft hat sich endlich einmal für den großen Aufwand, den sie betreibt, belohnt“, freute sich Beck. Den Schwung und das neue Selbstvertrauen wollen die Rot-Weissen mitnehmen, wenn sie am Sonntag, 15.30 Uhr, die SG Steinfeld/Schweighofen/Kapsweyer erwarten. „Es wäre super, wenn wir da einen Sieg nachlegen könnten. Ich hoffe wir können die Euphorie konservieren“, sagte der Coach. Die Partie gegen Billigheim-Ingenheim habe Kraft gekostet, aber auch einen Schub gegeben. Steinfeld ist eine körperlich ungemein starke Mannschaft, die derzeit mit elf Punkten Platz elf belegt. Beck bangt noch um den Einsatz des am Sprunggelenk lädierten Verteidigers André Werner. Dafür kehren Bastian Keßler und Sven Borgwardt in den Kader zurück. Keßler wird wohl in der Startformation stehen. thl