Bad Dürkheim / Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Demokratie-Aktion: Plakate in Bad Dürkheim und Wachenheim

Kreativ sein war bei der Demokratie-Aktion erlaubt.
Kreativ sein war bei der Demokratie-Aktion erlaubt.

In Bad Dürkheim und Wachenheim sind Bilder des Fotografen Thomas Brenner zu sehen. Brenner hatte Menschen für das Projekt „Demokratie-Akzeptanz-Vielfalt“ fotografiert.

Der Fotograf lichtete Einzelpersonen oder Vereine, Behörden und Schulklassen unter dem Slogan „Demokratieverteidiger“ oder einem anderen selbst gewählten Begriff ab.

Die Stadt Bad Dürkheim habe erlaubt, 16 Plakate im Stadtgebiet aufzuhängen, informierte Manfred Geis auf Nachfrage. Der Kunstverein hatte die Aktion unterstützt. Auch in Wachenheim sind Plakate zu sehen. Dort sei der Wachenheimer Kulturverein aktiv geworden, so Geis. Dieser habe ein Plakat mit neun Mitgliedern des Vereins und an den üblichen Stellen aufgestellt.

Bilder auch in den Sozialen Medien

„Daneben habe viele Menschen, die an der Demokratie-Aktion teilgenommen haben, ihr Bild bei den Sozialen Medien eingestellt. Das ist möglich, weil der Initiator und Fotograf Thomas Brenner allen, die mitgewirkt haben, ihr Bild zur freien Verfügung zugeschickt hat“, so Geis.

„In unserer Demokratie genießen wir viele Freiheiten: Wir wählen unsere Regierung frei, äußern unsere Meinung und üben unsere Religion unbehelligt aus. Doch dieser humanistische Ansatz gerät zunehmend unter Druck“, begründete Brenner den Hintergrund seiner Aktion in einer Mitteilung.

Parteien mit rechtsextremen Weltbildern fänden großen Zuspruch, und verfassungsfeindliche sowie menschenverachtende Äußerungen nähmen erschreckende Ausmaße an, so Brenner weiter.

Hauptsächlich zu sehen sind die Bilder in Kaiserslautern. Dort waren vor einigen Wochen einige der Plakate zerstört worden. Auffällig: Die abgebildeten Gesichter von Menschen mit Migrationshintergrund wurden wohl gezielt zerschnitten. Mit Aufklebern – „Mit uns nicht! Wir lassen uns nicht mundtot machen“ – setzte Fotograf Brenner ein bewusstes Zeichen gegen die Zerstörung.

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