Bad Dürkheim
Darum gibt es auch in diesem Jahr keine weiße Weihnachten
„Weiße Weihnachten wird es bei uns wohl nur im Kühlschrank geben“, sagt Wolfgang Lähne, Meteorologe bei Klima Palatina, am Dienstagmorgen auf RHEINPFALZ-Nachfrage. Zwar sei die Wetterlage über und um Bad Dürkheim zunächst noch klar und kalt, aber: „Über Weihnachten kommt aus Südwesten eher mildere Luft zu uns.“
Ab Donnerstag sei mit dem Tiefdruckgebiet zu rechnen. Mit der milderen Luft kämen dann auch Wolken an die Haardt. „An Heiligabend kann es dann auch leichten Regen geben“, prognostiziert Lähne. Milde fünf bis zehn Grad seien an den Feiertagen möglich. Doch nicht überall in der Bundesrepublik sei die Hoffnung auf Schnee zum Weihnachtsfest vergebens: „An der Ostsee könnte es vielleicht schneien“, sagt Lähne, denn dort befände sich zur fraglichen Zeit eine kältere Luftfront.
Prognosen ändern sich täglich
Wie es nach Weihnachten in der Vorderpfalz weitergehe, kann der Meteorologe noch nicht eindeutig sagen. „Die Prognose ändert sich alle sechs Stunden“, erzählt er. „Alles nach dem 26. oder 27. Dezember ist schwer vorauszusagen.“ Denn dann komme es darauf an, wie hartnäckig sich die kalte Luftfront im Norden verhält. „Die Kaltluft könnte sich gegen das Tiefdruckgebiet durchsetzen“, sagt Lähne. „Dann strömt kalte Polarluft zu uns.“ In diesem Fall könne es bei nasskaltem Wetter zwischen den Jahren zu Schneefall in den Höhenlagen des Pfälzerwalds kommen.
In den sich ständig ändernden Vorhersagen sei das ein häufig wiederkehrendes Modell. An Neujahr könnte das Wetter dann wieder etwas milder werden.
Aufgrund der Ungewissheit dieser Prognose sei „ab dem 28. Dezember alles drin“, gibt Lähne zu bedenken. Es sei nur sicher, dass es nicht zu Glatteis kommen wird. „Der Regen fällt ja auf keinen gefrorenen Boden“, sagt der Meteorologe.
Nach Angaben des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) lag zuletzt 2010 über die Weihnachtsfeiertage flächendeckend Schnee in Deutschland.