Dirmstein
Chance für Reservisten
Die HSG Eckbachtal ist am Wochenende wieder gefordert. Doch anstatt des Alltags in der Oberliga steht das Viertelfinale im Handball-Pfalzpokal an. Und für das Spiel bei der HSG Landau/Land am Sonntag (18 Uhr, Löwensteinhalle Albersweiler) hat HSG-Trainer Thorsten Koch einiges geplant. Die 21:27-Niederlage im jüngsten Ligaspiel beim TV Mühlheim nagt noch immer am Übungsleiter der „Gekkos“. „Ich habe da noch dran zu knabbern, da war für uns mehr drin“, sagt Koch. Lange Zeit zum Nachdenken blieb ihm allerdings nicht. Schon am Sonntag steht für sein Team der nächste Einsatz auf dem Programm. Und das wieder auswärts. Diesmal aber nicht in der Oberliga, sondern im Pokal. Und der ist seit Jahren der Lieblingswettbewerb der Eckbachtaler. Im Vorjahr unterlagen sie im Finale unglücklich dem späteren Drittligaaufsteiger TV Hochdorf.
Nun heißt der Gegner Landau/Land. Das Team von Trainer Joachim Held spielt in der Pfalzliga und kämpft – wie Eckbachtal in der Oberliga – um den Klassenerhalt. Koch kennt die HSG Landau/Land gut. Vor wenigen Jahren trafen beide Teams noch in der Pfalzliga aufeinander. Vor allem einen Spieler aus Landau hat er als gefährlich ausgemacht: Lukas Gerstle. „Er ist der Hauptshooter der HSG. Er hatte auch schon Spiele, in denen er zweistellig gegen uns getroffen hat“, erinnert sich der Trainer.
Betz bekommt Pause
Zu sehr möchte Koch aber nicht auf den Gegner schauen. Seine Mannschaft geht als klarer Favorit in die Begegnung. „Daher wollen wir natürlich auch ein gutes Spiel abliefern“, betont Koch. Verzichten muss er allerdings auf einige Stammkräfte. Sowohl Torhüter Tobias Häuselmann, der beruflich verhindert ist und durch Wulf Ingermann ersetzt werden soll, als auch Matthias Kassel und Sven Lerzer (beide Urlaub) fallen aus. Zudem bekommt Michael Betz eine Pause. „Er hat in Mühlheim verletzt gespielt“, begründet Koch die Entscheidung, seinen Kapitän zu schonen.
Gegen Landau/Land soll es keine Experimente geben. Dafür sollen im Pokal einige Spieler die Chance bekommen, sich für mehr Einsatzzeit in der Oberliga zu empfehlen. Fabian Quandt, Georg Ebel, Niko Räuber und Nisse Nehrdich werden laut Koch ihre Minuten bekommen. „Sie sollen zeigen, dass sie es drauf haben.“Eine gute Einstellung und Leistung erwartet der Übungsleiter aber von seinem gesamten Team: „Ich werde keinen groß schonen.“ Die Botschaft ist klar: Ärgern lassen wollen sich die Favoriten aus der Oberliga nicht. Dass der Außenseiter seine Chance durchaus nutzen kann, weiß Koch aus eigener Anschauung nur zu gut.
Zwei Spiele in 24 Stunden
Den „Großen“ zu überraschen, darauf hofft Joachim Held, Trainer der HSG Landau/Land. Auch er strebt natürlich den Einzug ins Pokalhalbfinale an. „Um im Rhythmus zu bleiben“, erklärt Held. Seine Prioritäten liegen aber im Ligabetrieb. Denn für seine Truppe steht am Samstag erst einmal das Pfalzligaspiel gegen die TS Rodalben an. Und Landau/Land steht aktuell – genau wie Eckbachtal eine Etage höher – auf dem vorletzten Tabellenplatz. „Das Ligaspiel ist wichtiger“, so Held. Sein Team benötige unbedingt Punkte. Erst nach dem Abpfiff in Rodalben will sich Held so richtig mit den „Gekkos“ beschäftigen. „Wir entscheiden erst dann, wer spielt, beziehungsweise wer spielen kann“, erläutert der Trainer der Südpfälzer. Dass der Pfalzligist am Sonntag sein zweites Spiel innerhalb von 24 Stunden bestreiten wird, könnte Eckbachtal zu Gute kommen. Unterschätzen will Koch Landau/Land jedoch nicht.