Kreis Bad Dürkheim
Bundestagswahl: Fast die Hälfte hat schon Briefwahl beantragt
Wie viele Menschen sind in der Stadt Bad Dürkheim sowie den Verbandsgemeinden Freinsheim und Wachenheim am Sonntag wahlberechtigt?
In der Stadt Bad Dürkheim sind es 14.257 Wahlberechtigte und damit etwas weniger als bei der Kommunalwahl, weil dort EU-Bürger wahlberechtigt sind. In der Verbandsgemeinde Wachenheim sind 7774 Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, ihre Stimme abzugeben. In der Verbandsgemeinde Freinsheim sind es 12.188, darunter sind 115 Erstwähler.
Wo kann gewählt werden?
Die Stadt Bad Dürkheim ist in elf Wahlbezirke eingeteilt: Mitte (Wahllokal: Rathaus), Nord (Kita an der Isenach), Ost (Salierschule), Süd (Limburgschule), Nordwest (Dürkheimer Haus), West (Gymnastikhalle der Valentin-Ostertag-Schule), Seebach (Seebacher Haus), Grethen (Grundschule Grethen), Hardenburg (Hardenburger Haus), Leistadt (Protestantisches Gemeindehaus) und Ungstein (Ungsteiner Haus). Hinzu kommen acht Briefwahlstimmbezirke. In der VG Wachenheim hat sich bei den Wahllokalen gegenüber der Kommunalwahl im vergangenen Jahr nichts geändert. Die Ellerstadter stimmen im Bürgerhaus ab, die Friedelsheimer in der Schwabenbachhalle, die Gönnheimer machen ihre Kreuzchen in der TV-Halle und die Wachenheimer gehen in die Schulturnhalle. Dort werden auch die Briefwahlstimmen ausgezählt. In der Verbandsgemeinde Freinsheim gibt es pro Ortsgemeinde ein Wahllokal. Es gibt fast keine Unterschiede zur Kommunalwahl. Eine Ausnahme gibt es in der Stadt Freinsheim: Das Urnenwahllokal wird diesmal in der Hermann-Sinsheimer-Grundschule eingerichtet.
Wie viele Wahlhelfer sind am Sonntag im Einsatz?
In der Stadt Bad Dürkheim sind es 165. „Nach dem Aufruf bei der Kommunalwahl haben sich viele von sich aus wieder gemeldet“, berichtet Sonja Lutz, Pressesprecherin der Stadtverwaltung. 100 Wahlhelferinnen und -helfer sind am Sonntag in der Verbandsgemeinde Wachenheim im Einsatz und damit deutlich weniger als bei den Kommunalwahlen im Jahr 2024, als etwa 250 Menschen mit der Organisation und der Auszählung befasst waren, informiert die Büroleiterin der Verbandsgemeindeverwaltung, Ulla Kaiser. Wie der Freinsheimer Büroleiter, Jörg Heidemann, berichtet, sind in der Verbandsgemeinde 162 Wahlhelfer im Einsatz.
Wie ist die Nachfrage nach Briefwahl?
Hoch. Bislang haben in der Stadt Bad Dürkheim 5900 Wahlberechtigte Briefwahl beantragt. Das sind knapp 42 Prozent. Bei der Kommunalwahl waren es insgesamt knapp 6600 Briefwählerinnen und Briefwähler, allerdings gab es dort auch mehr Wahlberechtigte. In der Verbandsgemeinde Wachenheim haben nach Angaben von Kaiser bereits 3714 Menschen Briefwahl beantragt, das seien knapp 48 Prozent der Wahlberechtigten. In der Verbandsgemeinde Freinsheim waren bis zum Wochenende 5476 Briefwahlanträge eingegangen, das sind knapp 45 Prozent.
Wie sind die Fristen für die Briefwahl?
Bis Freitag, 21. Februar, 15 Uhr, kann in Bad Dürkheim noch Briefwahl beantragt werden. Die Wahlbriefe müssen am Sonntag bis spätestens 18 Uhr im Rathaus eingegangen sein. Sonntag, 15 Uhr, ist in der Verbandsgemeinde Wachenheim die allerletzte Frist für die Briefwahl, informiert Kaiser. Am Freitag ist die Verwaltung bis 15 Uhr geöffnet, am Samstag zwischen 11 und 12 Uhr. In Freinsheim kann man noch bis Freitag um 15 Uhr einen Wahlschein mit Briefwahlunterlagen bei der Verwaltung beantragen. In Ausnahmefällen wie plötzlicher Erkrankung besteht diese Möglichkeit auch am Wahlsonntag bis 15 Uhr.
Wann kann man mit den ersten Ergebnissen rechnen ?
Bei der Stadtverwaltung Bad Dürkheim geht man davon aus, dass die Stimmen zwischen 19.30 und 20 Uhr ausgezählt sein werden. Die Ergebnisse gibt es auf www.rheinpfalz.de oder der Website des Landeswahlleiters. Dorthin verlinkt die Stadt Bad Dürkheim. Genauso handhabt das auch die Verbandsgemeinde Wachenheim. Kaiser rechnet mit Ergebnissen bis 22 Uhr, spätestens 22.30 Uhr. Erste Ergebnisse aus der VG Freinsheim erwartet Büroleiter Heidemann zwischen 18.30 und 20 Uhr.
Wie aufwendig ist die Abwicklung einer Bundestagswahl organisatorisch im Vergleich zu einer Kommunalwahl für die Verwaltungen?
Der Aufwand sei deutlich geringer als bei der Kommunalwahl, sagt Sonja Lutz. Die ergebe sich beispielsweise aus dem weniger komplexen Auszählverfahren als bei der Kommunalwahl sowie aus der Tatsache, dass bei der Kommunalwahl immer mehrere Wahlen gleichzeitig stattfinden. Auch Kaiser rechnet mit einem deutlich geringeren Aufwand als bei der Wahl im vergangenen Jahr, als es bis zu sechs Wahlen auf einmal gegeben hatte. Wie Jörg Heidemann berichtet, muss wegen anderer gesetzlicher Vorhaben der Wahlvorstand nicht elf, sondern nur neun Personen umfassen. Gleichzeitig gibt es aber auch mehr Wahlvorstände als bei der Kommunalwahl. 18 Urnenwahlvorstände und drei Briefwahlvorstände müssen gebildet werden. Dafür könne man wiederum auf die vielen Wahlhelfer aus der Verwaltung und der Bürgerschaft verzichten, die bei der Kommunalwahl noch benötigt wurden, um die ganzen Ergebnisse am PC zu erfassen.