Bad Dürkheim „Bis sieben“ steht Bürgermeister fest

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In drei Tagen wird in Wachenheim der Verbandsbürgermeister gewählt. Bei nur zwei Kandidaten ist mit einem ruhigen Sonntag zu rechnen. Die Kandidaten selbst können den Tag ebenfalls entspannt angehen, sie sind nicht als Wahlhelfer im Einsatz.

„Um spätestens sieben Uhr haben wir das Ergebnis.“ Bettina Heist-Rudy blickt zuversichtlich auf den Sonntagabend. Bei ihr laufen alle Stränge der Bürgermeisterwahl in der VG Wachenheim zusammen. Und im Vergleich zu den Wahlen im Mai haben die Verbandsgemeindemitarbeiter leichtes Spiel. Die 8255 Wahlberechtigten machen nur ein Kreuz statt Dutzende. Ob sich die 1989 Ellerstadter, 1227 Gönnheimer, 1190 Friedelsheimer und 3849 Wachenheimer Wahlberechtigten für Torsten Bechtel oder für Udo Kittelberger entschieden haben, wird am Wahlabend ganz einfach per Telefon übermittelt. „Das geht ohne jede EDV-Unterstützung“, informiert Heist-Rudy. Sollte also ein relativ ruhiger Tag werden für die 55 Wahlvorstände. Pro Wahlbezirk – in Wachenheim gibt es zwei – sind elf Leute tätig. Als Wahlvorsteher agieren die Bürgermeister beziehungsweise Beigeordneten. Bechtel ist als Kandidat da natürlich außen vor. Sicher ist – Stand gestern – eine Wahlbeteiligung von mindestens 17,86 Prozent. 1471 Bürger haben bereits ihre Stimme per Briefwahl abgegeben. Wie üblich dürfen die entsprechenden Unterlagen bis Freitag, 18 Uhr, und am Sonntag, 8 bis 15 Uhr beantragt werden. Wer sich am Sonntag persönlich auf den Weg machen will, die Wahlbüros sind die gleichen wie gehabt: das Ellerstadter Bürgerhaus, die Alte Turnhalle in Gönnheim, die Wachenheimer Kurpfalzschule und die Friedelsheimer Schwabenbachhalle. Interessierte Bürger können sich zudem ab 18 Uhr im Wachenheimer Rathaus einfinden, dort wird das Ergebnis der Öffentlichkeit quasi live verkündet. Heist-Rudy rechnet damit, dass die Ergebnisse der einzelnen Ortsgemeinden nach und nach eintrudeln werden. Sicher im Ratssaal dabei ist Torsten Bechtel. Der CDU-Kandidat ist morgen und am Samstag noch in Sachen Wahl unterwegs. Ein Stand vor der Rewe-Bäckerei in Wachenheim, ein CDU-Glühweinfest in Friedelsheim, so verbringt er die Zeit bis zur Wahl. Für den Wahltag selbst hat er noch keinen konkreten Pläne. Wahrscheinlich macht er etwas „für die Schule“. Arbeiten korrigieren oder ähnliches. Diese Sachen seien über Weihnachten und Wahlkampf ein bisschen zu kurz gekommen, so der Lehrer. Und bevor es abends ernst wird: Ein wichtiger Termin in der Kurpfalzschule steht auch an. Wählen muss er nämlich noch. Auf die Briefwahl hat er verzichtet: „Aber nicht, weil es mir zu kompliziert ist“, sagt er lachend. Sein Gegner, Amtsinhaber Udo Kittelberger, hingegen hat sich für die Briefwahloption entschieden und sein Kreuzchen bereits gemacht. Bis zur Wahl lässt der parteilose Amtsinhaber es ruhig angehen. In den Kampf um die Wähler will er sich jetzt nicht mehr stürzen. Den Sonntag startet er mit einem Stippvisite in allen Wahlbüros. Die Oberaufsicht hat aber der Ellerstadter Bürgermeister und Verbandsbeigeordnete Helmut Rentz. Den übrigen Tag will Kittelberger mit seiner Frau verbringen. „Entspannt oder gespannt“, sagt er und lacht. Um 18 Uhr ist dann natürlich auch er im Wachenheimer Rathaus anzutreffen. (jpl)

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