Bad Dürkheim Besinnliche Lieder und Anekdoten

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Die Ränge füllen sich, die Kanzel erstrahlt in violettem Licht der Scheinwerfer, golden schimmern die Kronleuchter an der Decke: Das Adventskonzert der Musikgruppe Intakt hat am Sonntagnachmittag in der Protestantischen Kirche in Wachenheim bei den Besuchern stimmungsvoll den Weihnachtsgeist geweckt.

Kein Platz blieb unbesetzt. Jung und Alt lauschen gleichermaßen den etwas anderen Weihnachtsliedern, die diesmal überwiegend im englischsprachigen Raum angesiedelt sind. Während des Anspiels der Violinistin Zeynep Tekin und des Pianisten Harald Stein wird es ganz ruhig in den Reihen. Mit den Tönen von „The first Noel“ beginnt der bunte Konzertabend. Auf die klassischen Weihnachtslieder wird jedoch weitestgehend verzichtet. Statt des altbekannten Radio-Pops gibt es erfrischende, besinnliche Lieder. Unter der sympathischen Moderation von Sebastian Barth wird jedes neue Stück kurz eingeleitet und deren Inhalt für die Anwesenden, die in der englischen Sprache nicht bewandert sind, kurz erläutert. Mit diesen Informationen ausgestattet, kann man sich entspannt vom „Song of Bethlehem“ verzaubern lassen. In Rot und Schwarz steht der Chor vor dem Altar und singt unter der Leitung von Heiko Abel in Harmonie mit Piano und Violine. Zwischen den musikalischen Blöcken werden Psalme und kurze Anekdoten vorgetragen. Jedes Mal gibt es Applaus, besonders bei „And the Stars sang“, das sehr gefühlvoll beginnt und im Refrain durch kraftvolle Stimmen die gesamte Kirche erfüllt. Nach neun Liedern leitet die Instrumentalversion von „Have yourself a merry little Christmas“ schließlich die Pause ein. Danach geht es weiter mit drei deutschen Liedern, die ursprünglich von John Rutter in Englisch verfasst wurden. Die Übersetzungen machen daraus allerdings ganz neue Lieder, die den Vergleich zu Mainstream-Hymnen nicht zu scheuen brauchen. „Der Stern zu Bethlehem“ – im Original „Star Carol“ – hat fast schon Musicalcharakter und wird von der Stimmvielfalt des Chors wunderbar in Szene gesetzt. Klassisch wird es mit der Melodie von „The Christmas Song“, die bei keinem Adventskonzert fehlen darf. Das Medley „A Christmas Garland“ zeigt zum Schluss erneut, dass sich die harte Arbeit bis ins Detail gelohnt hat. Der Hobbychor gibt sich sehr professionell, behält aber seinen lockeren Charme bei. Nicht nur weil auf einen Eintrittspreis verzichtet wurde, wird am Ende allen, die zum Gelingen des Konzerts beigetragen haben, Dank ausgesprochen – so auch dem treuen Publikum. Nach reichlich Applaus darf natürlich eine Zugabe nicht fehlen. Diese kommt in Form von „And the Stars sang“. Nach dem Aufräumen wird die Kirche langsam wieder zur Kirche. Viel Dekorationsmaterial ist dabei nicht zu beseitigen – Das nächste Mal darf es ruhig mehr Tannenzweige und Kerzen geben, die zusätzlich noch für Adventsstimmung sorgen. Ansonsten hat dieses rundum gelungene Konzert bei einigen sicher die Lust geweckt, selbst mal im Chor aktiv zu werden. Neue Mitglieder seien jederzeit in den Reihen von Intakt willkommen, denn neue Stimmen könne man nie genug haben – diese Aufforderung wird den Gästen mit auf den Weg nach Hause gegeben.

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