Wachenheim Baumpflanzaktion an der Villa Rustica: Pinie und Kastanie dank der Römer
Unter prominenter Beteiligung und mit zahlreichen Besuchern haben eine zehn Jahre alte Pinie und eine ebenso alte Kastanie ihr neues Zuhause an der Villa Rustica bezogen. „Kastanien brachten die Römer – als Holzlieferant für den Weinbau – schon vor 2000 Jahren in die Pfalz“, erläuterte Martin Kerbeck, Vorsitzender des Förderkreises Villa Rustica. Die Kastanie sei ein lebendes Exponat des Freilichtmuseums, gespendet vom Förderkreis selbst.
Die Pinie wurde von Fritz Schumann gezogen. Sein Bruder hatte vor rund zehn Jahren den Samen auf dem Weilberg gesammelt und im Topf ausgepflanzt, Schumann den Trieb im Garten gehegt und gepflegt, bis er nun seinen dauerhaften Platz gefunden hat.
Kerbeck betonte, dass man die Pinie als Zeichen der Verbundenheit zwischen den beiden Villen in Wachenheim und auf dem Ungsteiner Weilberg sehe. Gemeinsame Aktionen, wie beispielsweise der Römer-Rundwanderweg, der die archäologischen Fundstätten der Gemeinden verbindet, solle es weiter geben.
Bürgermeister Torsten Bechtel hob hervor: „Die Villa Rustica ist quasi das Eingangstor von Wachenheim und heutiger Hinweis, dass es sich hier schon vor 2000 Jahren gut leben ließ.“ Nach den Reden und der Arbeit verabschiedete sich Schumann mit einem römischen Ritual von seinem Baum: Stilecht begoss er die Pinie mit Wein. „Auf dass der Baum wie auch Freundschaft und Frieden für viele Jahre wachse und gedeihe.“