Bad Dürkheim Bad Dürkheim: Füchsin doch durch Kanalrohr in Gully
Wachenheim. Der Kanalschacht, in dem vergangene Woche die Fuchswelpen gefunden worden waren, ist doch über eine Rohrleitung für Wildtiere erreichbar. Zu dieser Erkenntnis ist jetzt das zuständige Fachkommissariat der Kriminalpolizei Neustadt gekommen und sieht es als plausible Erklärung, wie die Jungen in den Gully gekommen sind. Demnach ist der Schacht über Betonrohre des Entwässerungssystems für Oberflächenwasser, die zu einem Entwässerungsgraben parallel der Bahnlinie Neustadt – Bad Dürkheim führen, „für Wildtiere frei zugänglich. Nichts spricht dafür, dass ein Mensch den Wurf in den Schacht verbracht hat“, heißt es in einer Pressemitteilung der Kripo von gestern.Vielmehr passten sich nach Einschätzung der Jägerschaft die Tiere den Umweltbedingungen in der Art an, dass sie auch künstlich angelegte Rohre oder ähnliche Unterstände als Bauten annehmen und dort ihre Welpen zur Welt bringen. „In Zeiten starker Erosionen geht auch bei Rotfüchsen der Trend eindeutig zur (Beton-)Massivbauweise bei der Auswahl ihrer Bauten“, heißt es in der Mail. Die Welpen sind am Sonntag in die Wildtier-auffangstation in Maßweiler bei Pirmasens gebracht worden. Gestern waren fünf der Jungfüchse weiter wohlauf, nur einer schwächelte noch etwas. Bis auf ihn kommen die Geschwister alle mittlerweile auf 180 Gramm Gewicht. (rhp/psp)