Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel B-Klasse: Trainer Tobias Haffke zum guten Start des FV Freinsheim II

Auch der zweite Elfmeter für den FV Freinsheim II sitzt. Domenico Perna (rechts) überwindet VT-Keeper Daniel Kettenmann.
Auch der zweite Elfmeter für den FV Freinsheim II sitzt. Domenico Perna (rechts) überwindet VT-Keeper Daniel Kettenmann.

Der FV Freinsheim II hat in der Fußball-B-Klasse Rhein-Pfalz Nord eine gute Phase und steht nach dem 4:1-Erfolg über die VT Frankenthal auf Platz vier. Spielertrainer Tobias Haffke (33) spricht über die Stärke bei Standards, die größer werdende Trainingsgruppe und den Stellenwert des Kreispokals.

Herr Haffke, der FVF II hat 4:1 gegen die VT Frankenthal gewonnen. Da ist der Trainer doch bestimmt hochzufrieden, oder?
Na ja, es geht so. Die Frankenthaler waren viel schwächer, als ich das erwartet habe. Der Sieg muss, gemessen an der Vielzahl großer Möglichkeiten, wesentlich höher ausfallen. Das war in Kirchheim ähnlich. Aber positiv ist, dass es uns in jedem Spiel gelingt, zahlreiche Chancen herauszuspielen.

Der FVF II ist nach 25 Minuten in Rückstand geraten. War dies die Initialzündung, eine Schippe draufzulegen?
Wenn unsere Chancenverwertung besser gewesen wäre, wären wir erst gar nicht in Rückstand geraten. Aber klar, nach dem 0:1 waren wir noch mehr fokussiert und auch etwas zielstrebiger.

Waren die Tore zum 1:1 und 2:1 sowie eine Rote Karte für den Gegner binnen zwei Minuten spielentscheidend?
Klar, die Überzahl wegen des Platzverweises wegen eines Handspiels auf der Torlinie ist uns entgegengekommen. Wir waren aber auch zuvor drückend feldüberlegen. Es war quasi eine Frage der Zeit, bis wir treffen würden.

Kurz nach der Pause fiel das 3:1. Die endgültige Entscheidung?
Kann man so sehen. Ab da ging es nur noch um die Höhe des Siegs.

Und dann hat auch noch der spielende Co-Trainer Wiktor Mackowiak getroffen. Hat dies den Nachmittag perfekt gemacht?
Für Wiktor habe ich mich sehr gefreut. Er ist eigentlich Innenverteidiger, hat aber dieses Mal als linker Außenverteidiger ausgeholfen. Obwohl er zentral stärker ist, hat er die Aufgabe prima gelöst. Übrigens: Das schlechte Nutzen der Chancen wird durch die Entstehung der Treffer untermauert. Die ersten beiden Tore fielen durch Elfmeter, die beiden nächsten jeweils nach Eckbällen. Vier Tore nach Standards ist klasse, aber null aus dem Spiel heraus, das gefällt mir weniger.

Das Team ist seit drei Partien ungeschlagen und im Kreispokal noch dabei. Da gibt es derzeit sicher keinen Grund zu klagen.
Tatsächlich läuft es derzeit prima. Aber wir müssen ehrlich sein: Die ganz dicken Brocken hatten wir noch nicht, die kommen jetzt erst. Das Auftaktprogramm war günstig für uns.

Ein gutes Stichwort. Am Sonntag geht es zum ungeschlagenen Spitzenreiter MTSV Beindersheim. Ist das die erste Nagelprobe für die Mannschaft?
Gegen einen A-Klasse-Absteiger zu spielen, der seine Partien bisher alle gewonnen hat, ist sicherlich die bislang schwierigste Aufgabe. Der MTSV ist weitgehend zusammengeblieben. Nach dieser Partie werden wir sehen, wohin die Reise für uns gehen wird. Gegen starke Mannschaften sehen wir meist besser aus.

Gegen die VT waren sechs Spieler auf der Bank. Das ist nicht alltäglich für ein Reserveteam. Ist das ein Zeichen des härteren Konkurrenzkampfs?
Zuletzt waren immer um die 16 Spieler im Training, und wir kommen problemlos ohne Hilfe der Bezirksligaelf aus. Wir haben aktuell wenig Urlauber und Verletzte. Ich kann reagieren, zudem spiegeln sich die guten Trainingsleistungen auf dem Platz wider.

Im Pokal geht es gegen den A-Klasse-Aufsteiger Grün-Weiß Ludwigshafen. Welchen Stellenwert hat dieses Spiel?
Wir haben in der vergangenen Runde zwei Testspiele gegen die spielstarken Grün-Weißen ausgetragen, die eng waren. Dort spielen die ehemaligen Freinsheimer Elmir Brguljak und Mustafa Odak. Das wird sicher interessant. Aber für mich zählt ganz klar die Liga. Die ist deutlich wichtiger als der Pokal.

Tobias Haffke
Tobias Haffke
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