Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel B-Klasse-Aufstiegsrunde: FV Freinsheim II beim VfR Frankenthal II

Tobias Haffke (weißes Trikot) musste in dieser Saison öfter auflaufen als geplant.
Tobias Haffke (weißes Trikot) musste in dieser Saison öfter auflaufen als geplant.

In der Aufstiegsrunde der Fußball-B-Klasse Rhein-Pfalz Nord kann der FV Freinsheim II ohne Druck den restlichen vier Partien entgegenschauen. Am Sonntag (12.30 Uhr) geht es zum Tabellennachbarn VfR Frankenthal II.

Den ersten Sieg in der Aufstiegsrunde feierten die Blau-Weißen in einem Nachholspiel gegen den TSV Eppstein. Beim 2:1-Sieg waren Sascha Schmitt und Tim Dech die Torschützen. „Die Leistung war in Ordnung. Wir hätten früher führen müssen, haben aber die Partie dominiert und Eppstein im Griff gehabt“, analysiert Spielertrainer Tobias Haffke. Nach dem Führungstor legte Freinsheim einen zweiten Treffer nach, doch es wurde noch einmal eng. „Beim Anschlusstreffer haben wir geschlafen, und in den letzten zehn Minuten wurde es hitzig“, schildert der Coach die Schlussphase.

Vor der Saison hatte Haffke gesagt, dass es für den Erfolg entscheidend sei, ob es der Mannschaft gelinge, ihr Potenzial auf den Platz zu bringen. „Heute muss man sagen: Ja, das hat das Team in einigen Begegnungen gut hinbekommen. Aber es gab auch Spiele, in denen es absolut nicht lief“, sagt der Trainer. Die Bandbreite sei riesengroß. Das kennt man von Reservemannschaften. Haffke nennt Gründe: „Zweimal in Folge mit derselben Mannschaft zu spielen, ist illusorisch. Es gibt eine riesige Fluktuation, weil immer wieder Akteure aus den unterschiedlichsten Gründen ausfallen.

Enorme Schwankungen

Fehlende Konstanz hat aber auch im sportlichen Bereich eine große Bedeutung. Oft gibt es innerhalb der 90 Minuten enorme Schwankungen. Ein Beispiel dafür ist das erste Spiel der Aufstiegsrunde. 2:0 führte der FVF zur Pause und schien auf der Siegerstraße zu sein. „Dann haben wir es in fünf Minuten versaut“, blickt Haffke zurück. Mörsch erzielte in diesem Zeitraum drei Tore und legte einen vierten Treffer nach – fertig war die 2:4-Niederlage. Partien in denen sich gute und schlechte Phase ohne ersichtlichen Grund abwechseln, gab es auch in der Hauptrunde. „Trotzdem haben wir unser Ziel mit der Qualifikation für die Aufstiegsrunde erreicht“, sagt der 33-jährige Haffke. Den aktuellen vierten Platz wolle man halten. Da wäre ein Sieg in Frankenthal nicht schlecht.

Es gibt noch einen weiteren Satz, den der Trainer vor der Runde sagte, und der früh zur Makulatur wurde: „Spielen will ich nur, wenn Not am Mann ist. Es ist vorteilhaft, wenn der Trainer von außen beobachten kann. Das gilt auch für das Training. Man hat einfach einen besseren Überblick.“ Gespielt hat er jedoch regelmäßig, denn der Notfall trat öfter ein als gedacht. So ganz unrecht war es Haffke nicht, wie die folgende Aussage bestätigt: „Fußballspielen macht noch Spaß, und vom Alter her ist das noch in Ordnung.“ In dieser Saison dürfte es allerdings schwierig werden, noch einmal aufzulaufen, denn der Coach hat sich im Training einen Muskelfaserriss in der hinteren Oberschenkelmuskulatur zugezogen.

Kleine Klasse heikles Thema

Ein heikles Thema ist die kleine Klasse von nur sechs Clubs in der Aufstiegsrunde. „Wir hatten bis Weihnachten zwölf Begegnungen, jetzt kommen noch mal sechs dazu. 18 Punktspiele sind zu wenig“, konstatiert Haffke. Im Winter habe es zehn Wochen Pause bis zum Beginn der Vorbereitung gegeben. Diese sei dann genauso lang gewesen wie die Frühjahrsrunde selbst. Es sei schwierig, die Mannschaft zu motivieren, zumal dann, wenn, wie im Fall Freinsheim, weder Auf- noch Abstieg möglich sind. „Es ist nicht der Zug drin, wie es der Fall wäre, wenn es um ein großes Ziel ginge“, räumt der Trainer ein. Trotzdem sollen am Sonntag in Frankenthal drei Punkte herausspringen. Es ist der Auftakt zu drei Auswärtsspielen in Folge.

x