Bad Dürkheim Aus Opel Orth wird Hyundai Schläfer

Marion Erfurt und Michael Schläfer verkaufen ab dem 1. September Autos der Marke Hyundai in Bad Dürkheim. Frühere Kunden des Ope
Marion Erfurt und Michael Schläfer verkaufen ab dem 1. September Autos der Marke Hyundai in Bad Dürkheim. Frühere Kunden des Opel-Autohauses Orth können ihren Wagen aber wie gewohnt zur Inspektion und zur Reparatur in die Mannheimer Straße bringen.

Grünstadter Autohaus steigt zum 1. September ein – Elf Mitarbeiter werden übernommen – Investitionen geplant

Nun ist es beschlossene Sache: Der Hyundai-Händler Michael Schläfer übernimmt ab dem 1. September die Räumlichkeiten des Dürkheimer Autohauses Opel Orth in der Mannheimer Straße, das nach über 60 Jahren den Geschäftsbetrieb eingestellt hat. Kurios: Bereits 2012 hatte Schläfer, der seinen Betrieb 2006 in Sausenheim gegründet hat, die Filiale des Opel-Händlers aus Bad Dürkheim im Grünstadter Gewerbegebiet übernommen. Die GmbH des Unternehmers befindet sich auf Expansionskurs: Er plant außer der Übernahme in der Kurstadt, am 15. August ein weiteres Haus im hessischen Bürstadt zu eröffnen. „Mit dem neuen Standort in Bad Dürkheim wird es uns möglich sein, die Kunden aus der Kurstadt und dem Umland besser bedienen und betreuen zu können“, erläuterte Schläfer. Er wurde 1969 in Speyer geboren und absolvierte zunächst eine Kfz-Mechaniker-Ausbildung bei Ford. Auch den Meisterbrief hat er in der Tasche. Der 48-Jährige war auch schon im Verkauf eines Fiat-Händlers tätig und hat den Job somit „von der Pike auf“ gelernt. „Ich war schon immer kaufmännisch interessiert, der Handel hat mir immer gut gefallen“, erzählte er. Alle Opelbestandskunden könnten die nötigen Reparaturen, Inspektionen und Reifenwechsel wie gewohnt bei dem neuen Hyundai-Händler vornehmen lassen, da das Know-how und die technische Ausstattung übernommen wurde, betonte Schläfer. „Mir ist es wichtig, dass alle Opel-Kunden den gewohnten Service am neuen, alten, Standort weiterhin in Anspruch nehmen können.“ Kunden, die ein Auto bei Opel Orth geleast haben, würden in Kürze Post von der Opel Leasing GmbH erhalten und über die weitere Abwicklung und Modalitäten des Leasingvertrages informiert werden, versicherte er weiter. Außerdem sei geplant, die Leasingnehmer zu beraten und ihnen bei Problemen und Entscheidungen, die sich aus dem Leasingvertrag ergeben, Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Von den zuletzt noch 13 Opel-Orth-Mitarbeitern werden elf übernommen. Auch die ehemalige Opel-Orth-Geschäftsführerin Marion Erfurt bleibt als Assistentin der Geschäftsleitung in der Kurstadt. Von den ehemals 25 Beschäftigten haben sich in den vergangenen Monaten alle anderen um neue Jobs bemüht, so dass keiner in die Arbeitslosigkeit entlassen wurde. Das Autohaus Schläfer, das 2017 600 Fahrzeuge mit einem durchschnittlichen Preis von 18.500 Euro verkauft hat, will den derzeitigen Personalbestand von 50 Beschäftigten auf 60 erweitern. „Für Bad Dürkheim suchen wir noch zwei bis drei Auszubildende für die Werkstatt und ein bis zwei Automobilkaufleute für den Verkauf“, kündigte Schläfer an. Interessenten könnten sich ab sofort bei ihm melden. Die Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten werden ab dem 1. September auf dem 7500 Quadratmeter großen Areal beginnen und aller Voraussicht nach im Frühjahr 2019 beendet sein. „Um den von Hyundai vorgegebenen Standard zu erreichen, müssen wir mehrere Hunderttausend Euro in die Hand nehmen“, gab der neue Inhaber zu Protokoll. Der normale Geschäftsbetrieb laufe jedoch parallel weiter und würde durch die Umbaumaßnahmen nicht beeinträchtigt, versicherte er. Die angeschlossene Tankstelle in der Mannheimer Straße wird ebenfalls übernommen. Sie wird in der zweiten Jahreshälfte 2019 grundlegend modernisiert. Auf die Zukunftsplanungen angesprochen, berichtete der ehrgeizige Geschäftsmann, dass man bei Hyundai den Marktanteil in Deutschland von derzeit 3,6 Prozent bis zum Jahr 2022 auf 5 Prozent und den Absatz von 105.000 auf circa 140.000 Autos steigern wolle. Von dieser Entwicklung sollen natürlich auch die Schläfer-Autohäuser profitieren. „Wir wollen hier so viele Autos wie möglich verkaufen“, gab sich der Unternehmer optimistisch.

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