Wachenheim
52. Burg- und Weinfest: Wachenheimer ziehen Bilanz
„Wir sind sehr zufrieden mit dem Ablauf des Festes“, resümiert Nele Camus, Leiterin der Wachenheimer Tourist-Information. Besonders positiv hebt sie hervor, dass der Rathausplatz wieder Teil der Feierlichkeiten war und von den Gästen gut angenommen wurde. „Vor allem der Vereins- und der Familiensonntag haben für Begeisterung gesorgt“, ergänzt sie.
Ein Höhepunkt des Festes sei das vielfältige Programm gewesen. Auf den verschiedenen Bühnen habe es überall hochkarätige Musik gegeben. „Teilweise wurde uns gesagt, dass sich die Gäste gar nicht entscheiden können, welche Bühne sie besuchen sollen“, erklärt sie. „Besser geht es eigentlich nicht.“ Auch von mehreren Standbetreibern habe Camus positives Feedback erhalten.
Schorle besonders beliebt
Trotz der heißen Temperaturen habe das Wetter der Feierlaune keinen Abbruch getan. „Es war sehr heiß, was für ein Weinfest nicht immer ideal ist. Aber hier in Wachenheim war das Fest dennoch gut besucht“, betont Camus.
Das gilt auch für das Weingut Peter, welches an verschiedenen Festtagen Schauplatz von Live-Auftritten wurde. „Jeden Tag lief Musik, und die Besucher waren sehr zufrieden“, freut sich Mathias Peter, Inhaber des Weinguts. Auch die Organisation im eigenen Betrieb sei reibungslos verlaufen.
„Gegenüber von uns gab es auch sehr gutes Essen. Das passt dann auch einfach mit gutem Wein zusammen“, so Peter. Besonders beliebt sei in diesem Jahr die Weinschorle gewesen, während purer Wein seltener bestellt wurde. Gefreut habe er sich auch über Winzerkollegen aus benachbarten Ortschaften, die dem Weingut während des Burg- und Weinfestes einen Besuch abstatteten.
Pfadfinder nicht vollends zufrieden mit Burg- und Weinfest
Nicht alle Beteiligten zogen jedoch eine durchweg positive Bilanz. Für die Pfadfinder Wachenheim fiel der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr eher durchwachsen aus. „Für uns war es zwar entspannter, aber die Hitze hat viele Kunden vertrieben“, erklärt Tim Schlindwein, Stammesführer der Pfadfinder. Zwar habe es in diesem Jahr mehr Festtage gegeben, doch der durchschnittliche Umsatz pro Tag sei gesunken. Dennoch seien die Angebote der Pfadfinder, wie ein Burger mit Saumagen auf positive Resonanz gestoßen. „Viele waren überrascht und begeistert von unseren Kreationen“, so Schlindwein.
Ein Wermutstropfen war jedoch das Verhalten einiger Besucher. „Ein paar Mädchen berichteten uns von frauenfeindlichen Äußerungen, was wir sehr bedauern“, sagt Schlindwein. Bei aller Zufriedenheit gibt es also noch Verbesserungsbedarf.
Nele Camus beschreibt die Atmosphäre des Burg- und Weinfestes als friedlich und gut gelaunt – was zukünftige Veränderungen angeht, zeigen sich die Wachenheimer allerdings gesprächsbereit. „Optimierungsbedarf gibt es immer, dafür sind wir sehr offen. Wir wollen die Bürgerschaft und die Besucher noch einmal befragen, um das Fest in Zukunft bestmöglich durchzuführen.“