Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel 1:4 in Fußgönheim: Rot-Weiss Seebach nun Vorletzter

Gehen in akuter Abstiegsgefahr in die Winterpause: Jan-Marvin Dell und Rot-Weiss Seebach.
Gehen in akuter Abstiegsgefahr in die Winterpause: Jan-Marvin Dell und Rot-Weiss Seebach.

Die Lage für den Fußball-Bezirksligisten Rot-Weiss Seebach wird nach der 1:4 (0:2)-Niederlage beim Aufstiegsaspiranten ASV Fußgönheim immer prekärer. Das Team fiel auf den vorletzten Rang zurück.

„Wir haben es lange Zeit sehr gut gemacht, weil wir kompakt und griffig waren sowie prima verteidigt haben“, sagt Seebachs Trainer Jan-Marvin Dell. Fußgönheim habe zwar die Partie bestimmt und deutlich mehr Ballbesitz gehabt, aber die tief gestaffelt stehenden Gäste verdichteten das Zentrum und drängten die Gastgeber nach außen ab.

Zwar agierte der ASV über die Flügel dominant, aber sobald der Ball nach innen geflankt wurde, war die Seebacher Defensive zur Stelle. „Richtig gefährlich wurde Fußgönheim nur bei Standardsituationen“, betont Dell, der erstmals in dieser Saison in der Startformation stand. Auf der anderen Seite traf Kapitän Sven Schuhmann nur die Latte.

Bis zur 38. Minute hielten die Rot-Weissen ihren Kasten sauber, dann verursachten sie, ausgehend von einem eigenen Einwurf am Strafraum des Gegners und schlechter Staffelung beim folgenden Konter, einen unnötigen Eckball. Der führte mit einem Kopfball zum Führungstor der Fußgönheimer. Die Einheimischen legten nach, indem sie einen Freistoß schnell ausführten, während die Gäste in Person von Torhüter Edris Wojudy noch mit dem Stellen der Mauer beschäftigt waren (41.). „In dieser Situation war der ASV viel cleverer als wir“, monierte der Übungsleiter.

Nach dem ernüchternden Pausenrückstand stellte Dell zur zweiten Halbzeit um, brachte Dominik Moos für den rechten Flügel und zog Jan Weisenborn von dort aus in die Spitze. „Entscheidend war aber, dass wir den Ball vorne nicht festmachen konnten und uns die Durchschlagskraft gefehlt hat“, analysiert der Coach, der auf die Leistungsträger Robin Schwehm, Jason Harrison, Sebastian Schmidt und Rémi Jahnel verzichten musste. Fußgönheim verwaltete zunächst den 2:0-Vorsprung und legte erst in der Schlussphase noch einmal eine Schippe drauf.

Das 3:0 resultierte aus einem zugegebenermaßen schön herausgespielten Treffer nach einer guten Umschaltaktion der Platzherren samt maßgerechter Vorlage (79.). Treffer Nummer vier fiel wieder nach einem Standard, zum dritten Mal in dieser Partie. Dieses Mal traf Fußgönheim mit einem von Moos verschuldeten Foulelfmeter nach einem Gerangel, den Dell als „Kann-Elfmeter“ bezeichnete (85.). Dieses Tor war aber bedeutungslos.

Und tatsächlich gelang Rot-Weiss noch der Ehrentreffer. Allerdings wurde dieses Tor mit einem eklatanten Fehlpass der Fußgönheimer dem Schützen Jonas Scherrer quasi auf dem Silbertablett serviert (88.). Der etatmäßige Abwehrspieler Scherrer, der sein erstes Tor erzielte, wurde in den letzten Minuten offensiv eingewechselt. „Der Sieg des ASV geht in Ordnung. Wir haben uns schon schlecht aufgewärmt, was sich im Spiel bestätigt hat“, konstatiert Dell.

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