Pfalz Wörth: Beton-Probeplatte für die Rheinbrücke
Die aufwendige Sanierung der Rheinbrücke zwischen Karlsruhe und Wörth wird nach derzeitigem Stand wie geplant Anfang August beginnen. Wie das Regierungspräsidium Karlsruhe auf Anfrage mitteilte, sind inzwischen die Arbeiten vergeben, und die sogenannte Probeplatte soll Anfang Juli gegossen werden. Wie schon mehrfach berichtet, soll die Rheinbrücke ab August mit Hilfe eines neuen Verfahrens dauerhaft saniert werden.
Ultrahochfester Beton für die Brücke
Zum Einsatz kommt ultrahochfester Beton, der den Charakter der Brücke dauerhaft verändern würde. Bisher dient allein eine zwölf Millimeter dicke Stahlplatte als tragendes Element, der Asphalt auf dieser Platte hat lediglich eine Schutzfunktion. Die neue, 65 Millimeter dicke Fahrbahndecke aus ultrahochfestem Beton soll nicht nur deutlich länger halten, sie wird auch als zusätzliches tragendes Element die Tragfähigkeit der Brücke deutlich erhöhen. Experten gehen davon aus, dass dank des neuen Verfahrens die Brücke nach Ende der Sanierung auf Jahrzehnte hinaus uneingeschränkt nutzbar bleibt.
Verkehrsprobleme bis September 2019
Der deutlich höhere Aufwand sei somit gerechtfertigt – wie auch die deutlich längere Zeit, in der Verkehrsteilnehmer und Anwohner mit Beeinträchtigungen zu rechnen haben.
Aktuell wird davon ausgegangen, dass ab Anfang August bis Mitte September kommenden Jahres im Bereich der Brücke mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist, insgesamt dürften sich die Arbeiten bis Ende kommenden Jahres hin ziehen. Der Zeitplan könnte sich nach hinten verschieben, falls beim Guss der Probeplatte nicht die geforderte Qualität nachgewiesen werden kann. Dann müsste von den Baufirmen eine weitere Probeplatte hergestellt werden.
An vier Wochenenden komplett gesperrt
Zusätzlich zu den Verkehrsbehinderungen muss an vier Wochenenden die Brücke für den Kraftfahrzeugverkehr komplett gesperrt werden, da es bei Herstellung des neuartigen Straßenbelags zu keinerlei Erschütterungen des Bauwerks kommen darf.
Infoveranstaltung am 21. Juni
In einer zweiten Informationsveranstaltung will das Regierungspräsidium Karlsruhe am 21. Juni im Bürgerzentrum „Südwerk“ in Karlsruhe (Henriette-Obermüller-Straße 10) über den aktuellen Stand der Planungen berichten. Das aktualisierte Verkehrsführungs- und Sicherheitskonzept, das überarbeitete Kommunikationskonzept sowie die Zusatzangebote im ÖPNV sollen an diesem Abend nochmals ausführlich zur Sprache kommen.