Kulturpass
Was, Digga? Die 18-Jährigen geben ihr Kulturpassgeld für Bücher aus
Slay, Digga, Respekt, voll! Mal kurz herhören, Boomer, hallo! Mal raus da aus Meta. Message for you in the face. Die 18-Jährigen kaufen mit dem Kulturpass vor allem was? Bücher. BÜCHER. Die Dinger mit – im besten Fall – Buchstaben. Du bist noch bei mir? 200.000-fach mal haben sie die gekauft, sagt die Kulturstaatsministerin Claudia Roth, die es wissen muss, weil sie die 200 Euro Staatsknete zum Ausgeben für Kulturgedöns für die Neuerwachsenen klar gemacht hat.
Mangas und Thomas Mann für die Marvins und Maries ha ha ha, wie lustig. Gekauft von 130.000, die sich das Kulturpass-Ding heruntergeladen haben, das zwei Jahre gültig bleibt, 1,5 Bücher sind das pro Bro, statistisch, krass. Dachten die Martinas und Markusse halt falsch, dass die Jungen die Aufmerksamkeitsspannen von Keksdosen hätten. Und so viele Türstopper kann ja kein Mensch nicht brauchen.
Im Kino sitzt die unaufmerksamkeitsverdächtige Generation Z im Übrigen jetzt auch, während unsereins im Ohrensessel vernetflixt Haben die Checker der Kulturstaatsminister-Claudia errechnet. 14 Prozent Umsatz der Lichtspielhäuser ist made by Kulturpass, nimm das noch, Kulturpessimist, side eye für dich. Und bevor du jetzt was sagst, okay, um Tickets für die Rock-Pop-Punk-Festivals zu buchen, war das Ausgabedatum 30. Juni zu spät. Einfach ist es auch, nicht das Digitalding zu handeln, also für unsereins mit der dauereingeschalteten Smartphone-Taschenlampe. Ja ja ja, 130.000 Kulturpass-Brudis heißt, dass sich nur jede und jeder Fünfte das Teil noch nicht heruntergeladen hat. Weißt du was? Die warten noch auf die nächste Saison der Bayreuther Festspiele und das neue Peter-Handke-Stück. Yolo.