Kultur Drei Grammychancen für Produzent Zedd
Der in Kaiserslautern aufgewachsene DJ, Komponist und Musikproduzent Zedd, bürgerlich Anton Zaslavski, gehört erneut zu den Grammy-Nominierten. Der 29-Jährige, bereits 2014 mit einem Grammy ausgezeichnet (für „Clarity“), hat gleich drei Chancen auf den wichtigsten Musikpreis der USA, wo er auch lebt.
Sein Stück „The Middle“ ist – jeweils neben sieben weiteren Titeln – als „Aufnahme des Jahres“, „Song des Jahres“ und „Beste Pop-Performance Duo/ Gruppe“ vorausgewählt. Letzteres erklärt sich daraus, dass Maren Morris – eigentlich Countrysängerin – und das Produzentenduo Grey mit an der Produktion beteiligt sind. Die 61. Grammys werden am 5. Februar 2019 verliehen. Die meisten Siegchancen hat der Rapper Kendrick Lamar, er ist achtfach nominiert, darunter in den Kategorien Album („Black Panther: The Album“), Aufnahme und Song des Jahres (je „All The Stars“). Rapper Drake bekam sieben Nominierungen. Produzent Boi-1Da und Sängerin Brandi Carlile erhielten jeweils sechs. Cardi B, Lady Gaga, H.E.R. und Childish Gambino sowie Zedds Co-Sängerin Maren Morris haben je fünf Gewinnchancen. Unter den Nominierten in den wichtigsten Kategorien finden sich diesmal auffällig viele weibliche Stars. So sind beispielsweise fünf der acht Nominierten für das beste Album des Jahres weiblich – Cardi B, Brandi Carlile, H.E.R., Janelle Monae und Kacey Musgraves. Und unter den acht Nominierungen für den besten neuen Künstler sind sechs Frauen oder rein weiblich besetzte Bands. In den vergangenen Jahren war den Grammys vielfach vorgeworfen worden, zu weiß und zu männlich zu sein und Hip Hop und Rap zu wenig zu berücksichtigen. Deutsche Nominierte sind Dirigent Sebastian Weigle (für eine „Rosenkavalier“-Einspielung mit der Met Opera) sowie der Chor des Bayerischen Rundfunks mit einer Rachmaninow-Aufnahme („The Bells“) in der Kategorie Chor-Darbietung.