Kultur „Australische Mumie“: Leichnam kann bestattet werden

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Das ethnologische Museum Fünf Kontinente in München hat die mumifizierten sterblichen Überreste eines indigenen Australiers an seine Nachfahren zurückgegeben. Der Leichnam eines als königlich angesehenen Ahnvaters des Yidinji-Volks war 1888/89 dem Direktor der Königlichen Ethnographischen Sammlung, der Vorläuferin des heutigen Museums, auf dessen Australienreise übergeben worden. Eine Forschungsexpedition hatte den Leichnam 1876 in Queensland entdeckt: Sie hatte vermutlich die Bestattung gestört. Die Expedition nahm den „Yidinji Ancestral King“ genannten Leichnam an sich. Er sollte als Kuriosität verkauft werden, was misslang. So ging er an Max Buchner, damals Direktor der Ethnografischen Sammlungen. Seit 1889 war der mumifizierte Leichnam in München, zuletzt stellte man ihn dort 1922 aus. Bei der Zeremonie nun vor Ort war Gudju Gudju Fourmile, Ältester der Gimuy Walubara Yidindji People. In den nächsten Tagen stehen weitere Rückgaben an. Die Gruppe um Fourmile will 52 Leichname, die teils in Stuttgart und Freiburg lagern, zurückführen.

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