Sudelbuch RHEINPFALZ Plus Artikel Satire: Wildwest-Manieren in Corona-Zeiten und in der Rassismus-Frage

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Deutsche Bahn:

Maskenmuffel fliegen

Da hatte die Bahn während der Corona-Hochzeit kaum noch Fahrgäste, unternimmt sie jetzt alles, dass es auch in nächster Zeit nicht wieder zu voll wird in den Abteilen. Bahnchef Lutz hat angekündigt, Fahrgäste, die keine Masken tragen wollen, notfalls aus den Zügen zu werfen. Puh, das erinnert an Wildwest-Manier. Bloß, dass die Dampfrösser damals nicht mit 330 Stundenkilometer durch die Landschaft gebrettert sind. Harte Landung garantiert.

Rassismus-Debatte:

Eins auf die M-Ohren

Unbekannte haben in Kassel der „Mohren-Apotheke“ das M geklaut. Erinnert auch an einen Film, nämlich „M“ von Fritz Lang. Jagte dort die Polizei einen Kindermörder, ermittelt in Kassel jetzt sogar der Staatsschutz. Weil es sich um eine politisch motivierte Tat handele. Dabei wurde das M lediglich mit einem Permanentmarker übermalt. Vielleicht kommt es ja zum Showdown vor der „Ohren-Apotheke“ – Filzstift gegen Fleckentferner.

Fachchinesisch:

Und das bei Corona!

Offizielle Informationen zur Corona-Krise sind für viele Menschen offenbar nur schwer verständlich. Der Grund: Die Experten hantieren mit Wortungetümen, Fachbegriffen und Schachtelsätzen, wie Forscher der Uni Hohenheim bemängeln. Gar nicht gut. Aber jetzt wieder zu unserem respiratorischen Erreger und dem Covid-19-Krankenhausentlastungsgesetz, das, gedacht als Schutzschirm, offenbar nicht die erhoffte Wirkung entfalten konnte, und deshalb nun gründlich evaluiert werden müsse, wie die Grünen-Gesundheitsexpertin Kirsten Kappert-Gonther, fordert. Ähm. Ja.

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