Traumfrau der Woche
Die Muslimin und die Klosterfenster
Aus ihrem Geburtsland Afghanistan ist die Gymnasiallehrerin Mahbuba Maqsoodi schon 1994 geflohen, mitten im Bürgerkrieg mit Mann und zwei Söhnen. In München hat sie eine neue Heimat gefunden, wenn sie redet, hört man einen leichten bayerischen Zungenschlag heraus. In ihrer Kindheit in Afghanistan hat sie sich mit Miniaturmalerei beschäftigt, in München für Glaswerkstätten gearbeitet. Nun gewann sie eine internationale Ausschreibung der Benediktinerabtei Tholey im Saarland, dem ältesten Kloster auf deutschem Boden, für die Gestaltung von 34 Kirchenfenstern. Für die 63-jährige Muslimin kein Problem: Die Botschaften von Adam und Eva, von Moses und den Zehn Geboten sind universal, sagt sie. Die versteht jeder.
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