Fußball
Neuer FKP-Stürmer: Husterhöhe statt Ungarn
Er ist der späte Neuzugang des FK Pirmasens: Erst am 21. August unterschrieb Ousmane Sannoh einen Vertrag auf der Husterhöhe. Da hatte seine neue Mannschaft schon drei Punktspiele absolviert und führte die Tabelle der Fußball-Oberliga an, was sie auch jetzt nach zwölf Spieltagen weiter (ungeschlagen) tut. Der 1,89 Meter große, robuste Angreifer hatte keinen guten Start in Pirmasens. Wegen einer Kapselverletzung fiel er erst mal einen Monat aus – und dabei hatte er ohnehin keine richtige Saisonvorbereitung absolviert. Denn beim 1. FC Kaiserslautern ging es für ihn nach dem Ende seiner A-Junioren-Zeit nicht weiter, ein Engagement beim ungarischen Erstligisten Nyiregyháza Spartacus kam nicht zustande. Der 18-Jährige aus Idar-Oberstein stand bis zu jenem 21. August ohne Verein da.
Comeback gegen Bayern München
„Ich war in der FCK-U19 Bundesliga-Stammspieler, bis ich mich in der Winterpause an der Achillessehne verletzt habe. Ich war drei Monate raus, machte dann gegen Bayern München mein erstes Spiel und verletzte mich eine Woche später im Pokalspiel gegen Gonsenheim erneut. Ich habe dann versucht, mit Schmerztabletten zu spielen“, erzählt der in Deutschland geborene Sohn einer Französin, der beide Staatsbürgerschaften besitzt. Sannoh hatte dann noch zwei kürzere Einsätze gegen Ingolstadt und Fürth, dann war nach sechs Jahren Schluss für ihn beim FCK, der ihm ursprünglich einen Vertrag bei den Herren in Aussicht gestellt habe. Also versuchte er es mit einem zweiwöchigen Probetraining in Ungarn. „Es hat Spaß gemacht, zum ersten Mal mit einer professionellen Mannschaft zu trainieren. Sie wollten mir einen Vertrag geben, aber ich hätte da erst einmal in der zweiten Mannschaft spielen und bei den Profis mittrainieren sollen.“
Sannoh kehrte zurück nach Deutschland und wechselte zum FKP, dessen Trainer Daniel Paulus er von dessen Zeit als U17-Coach in Kaiserslautern kannte: „Ich habe mit ihm gute Erfahrungen gemacht.“
„Mein Ziel ist der Profifußball“
Als Sannoh seine Verletzung auskuriert hatte, feierte er am letzten September-Wochenende ein Doppel-Debüt. Erst wurde er am Samstag im Oberligateam beim 4:0-Sieg in Eisbachtal eingewechselt, tags darauf köpfte er für die zweite Mannschaft beim 2:2 gegen Baumholder im ersten Herren-Verbandsligaspiel seiner Karriere gleich ein Tor. Es folgten weitere Treffer in der Verbandsliga bei den Siegen gegen Steinwenden (plus eine Torvorlage) und in Steinbach. Und im Oberligateam hat er inzwischen vier Kurz-Einsätze gehabt. Sein Eindruck: „In der Oberliga muss man körperlich sehr stark sein.“ Sein Ziel sei es, sich „in Pirmasens durchzusetzen und Leistung zu bringen“. Schaffe er dies, will er weiter nach oben: „Mein Ziel ist der Profifußball.“
Das Nahziel ist das Oberligaspiel am Sonntag (Anstoß: 15 Uhr) beim FC Arminia Ludwigshafen, das – im Gegensatz zum Vorjahr – nicht im altehrwürdigen Südweststadion, sondern auf der Bezirkssportanlage Rheingönheim ausgetragen wird. Deren neuer Kunstrasen wird am Sonntag offiziell eingeweiht. Der FCA liegt nach vier Siegen, einem Remis und sieben Niederlagen auf Rang zehn. „Die Arminia ist sicher motiviert, uns als erste Mannschaft ein Bein zu stellen, und hat mit Nico Pantano und Steffen Straub zwei Männer, die fußballerisch zu den Top 10 der Liga gehören“, sagt FKP-Trainer Paulus.
Deho wieder fit
Ihm fehlt wohl der erkrankte Mittelfeldspieler Thomas Selensky. Gut möglich, dass Verteidiger Miguel Deho nach langer Verletzungspause am Sonntag im zeitgleichen Verbandsligaspiel des FKP II gegen die TSG Bretzenheim Spielpraxis sammelt. Auf Tore von Ousmane Sannoh muss der FKP II dieses Mal verzichten ...