Fußball
Für FK Pirmasens viel unterwegs: Edonart Leposhtaku
Arbeiten als Chemikant bei der BASF in Ludwigshafen am Rhein, wohnen in der Heimatstadt Bad Dürkheim an der Weinstraße, Fußball spielen beim FK Pirmasens in der Südwestpfalz: Edonart Leposhtaku ist viel unterwegs. Für den 24-Jährigen aber kein Problem. „Wenn man eine Sache gerne macht, nimmt man das auf sich“, sagt der zu Saisonbeginn innerhalb der Oberliga vom TuS Mechtersheim zum FKP gewechselte Innenverteidiger. Er sitze zwar lange und oft im Auto – in Pirmasens stehen normalerweise pro Woche vier Trainingseinheiten und ein Spiel auf dem Programm –, doch durch die Fahrgemeinschaft mit den Teamkollegen aus der Vorderpfalz, Björn Weisenborn und Jonas Vogt, sei das nicht so schlimm.
Zwei Staatsbürgerschaften
Der in Bad Dürkheim geborene „Edo“ Leposhtaku, der die deutsche und die kosovarische Staatsbürgerschaft besitzt, regelmäßig Verwandte im Kosovo besucht, ist ein passionierter Fußballer. Im Alter von vier Jahren fing er bei den Bambini des SV 1911 Bad Dürkheim an, blieb dort bis zur C-Jugend. Anschließend wurde er beim VfR Frankenthal, bei Wormatia Worms und beim FC Speyer ausgebildet. In Speyer debütierte er auch in der Herren-Oberliga, ehe er im Sommer 2021 zur TSG Pfeddersheim und ein halbes Jahr später nach Mechtersheim wechselte.
Nun ist er also beim FKP, wo er in den acht bisherigen Oberliga-Saisonpartien stets durchspielte. Fünf Siege, zwei Unentschieden in Pfeddersheim und Morlautern, eine Niederlage in Auersmacher – so lautet die Zwischenbilanz. „Wir hätten sieben Punkte mehr holen können“, merkt Leposhtaku dazu an. Mit sieben Punkten mehr wäre der FKP gleichauf mit Eintracht Trier. Leposhtaku: „Die Saison ist noch jung. Es sind noch 30 Spiele.“
Acht Wochen Pause
Erschwert werden die Pirmasenser Aufstiegsambitionen durch eine Reihe von Verletzungen. Die Verteidiger Miguel Deho und Björn Weisenborn haben noch keine Minute in der Oberliga für „die Klub“ gespielt, nehmen seit Montag aber wieder voll am Mannschaftstraining teil und gehören im Heimspiel am Mittwoch (19.30 Uhr) gegen Mechtersheim gleich zum Kader, wie Trainer Martin Gries ankündigt. Denn in der Defensive hat er ein echtes Problem, da nun wohl auch Rechtsverteidiger Manuel Grünnagel ausfällt. „Er hat Schmerzen im Mittelfußbereich“, informierte Gries am Dienstagmittag. Auf eine genaue Diagnose warte er noch. Bei Außenangreifer Silas Gutmann dagegen bestehe inzwischen traurige Klarheit: „Innenbandriss und zwei Außenbandrisse am Sprunggelenk. Auch das Syndesmoseband hat etwas abbekommen. Er muss wohl acht Wochen pausieren.“ Luka Dimitrijevic sei dagegen nach seiner Zerrung „wieder schmerzfrei“.
Auf das Flutlichtspiel im Framas-Stadion gegen seinen alten Verein freut sich Leposhtaku, der nach eigenen Worten „in Mechtersheim eine gute Zeit hatte“. Die aktuelle TuS-Elf beobachtete er beim Derby gegen Dudenhofen. Sein Urteil: „Das sind junge, gute Kicker.“