FCK RHEINPFALZ Plus Artikel Stimmen und Stimmungen: Der „allergeilste“ Derbysieg und eine „Riesenehre“

Kaputt, aber glücklich: Jean Zimmer (FCK) behauptet den Ball gegen Waldhofs Marco Schuster (links) und Marcel Seegert (rechts).
Kaputt, aber glücklich: Jean Zimmer (FCK) behauptet den Ball gegen Waldhofs Marco Schuster (links) und Marcel Seegert (rechts). Nach Spielschluss war der neue FCK-Kapitän »total kaputt«, aber glücklich.

Die Mannschaft, die unter großem Druck steht, zeigt eine reife Leistung – und deshalb verdient sich der 1. FC Kaiserslautern den Erfolg im Südwest-Klassiker. Die Spieler des FCK sind nach dem Abpfiff erleichtert, im Lager des SV Waldhof ist die Enttäuschung riesengroß.

Die Worte des neuen FCK-Trainers Marco Antwerpen waren bis auf die Tribüne zu hören. Seine Mannschaft hatte er nach dem Schlusspfiff in einem Kreis auf dem Rasen des Carl-Benz-Stadions versammelt: „Das Allergeilste, Jungs, auswärts und dann Derby gewinnen. Mehr geht nicht!“ Der Jubel nach der kurzen Ansprache war riesig.

„Der Trainer hat uns viel mit auf den Weg gegeben. Es gab viele Vorgaben, die wir überragend umgesetzt haben“, sagte Marius Kleinsorge. Der 25-jährige Mittelfeldmann machte ein herausragendes Spiel, erzielte das 2:0 für die Lauterer (20.) und war darüber hinaus mit seiner giftigen Spielweise ein steter Unruheherd für den Rivalen aus Mannheim.

„Überragende Mannschaftsleistung“

Hinsichtlich der Zielstrebigkeit und Aggressivität, die für einen Derbyerfolg unerlässlich sind, wurde Kleinsorge von Hikmet Ciftci noch übertroffen, der mit einer ausgesprochen starken Leistung dafür sorgte, dass die Lauterer in der umkämpften Mittelfeldzentrale die Oberhand behielten. „Geil. Derbysieg. Wir sind stolz darauf, jeder Spieler hat alles gegeben“, sagte Ciftci: „Das war eine überragende Mannschaftsleistung.“

Während der FCK-Tross abgekämpft, aber glücklich vom Rasen stapfte, schleppten sich die Mannheimer in Richtung der eigenen Kabine. Offensichtlich waren sie daran interessiert, den Ort der Niederlage möglichst geräuschlos zu verlassen. „Wir fangen uns zu einfach die Gegentore“, sagte Marcel Hofrath: „Vorne setzen wir uns auch nicht richtig durch.“ Die Worte des Linksverteidigers waren klar und sie beschrieben die Probleme der Waldhöfer wunderbar – der SVW war nicht gierig genug auf einen Derbyerfolg gegen die Lauterer.

Glückshormone bei Jean Zimmer

Jean Zimmer, der den FCK erstmals mit der Kapitänsbinde um den Oberarm aufs Spielfeld führte, wurde von Glückshormonen durchströmt. „Es ist eine Riesenehre, für solch einen Verein als Kapitän aufzulaufen und das Derby der Derbys so souverän zu gewinnen“, sprach der 27-jährige Rechtsverteidiger, der einräumte: „Ich bin total kaputt.“

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