1. FC Kaiserslautern Kommentar: Spannender Aufstiegskrimi

Der dritte Auswärtssieg der Saison war greifbar nahe, die Enttäuschung bei Spielern und Verantwortlichen des 1. FC Kaiserslautern nach dem 1:1 bei Fortuna Düsseldorf dementsprechend groß. Sicher war der FCK vor allem in der zweiten Halbzeit in seinem Offensivspiel wirkungslos, sicher hatte Fortuna ein Chancenplus (8:5), aber dass das Remis durch einen Elfmeter, der keiner war, zustande kam, ist bitter. „Heute und in Aalen – zwei Elfer, die keine waren, haben uns schon vier Punkte gekostet“, haderte der junge Jean Zimmer. Der FCK ist mit nun 50 Punkten Tabellenzweiter, der Vorsprung vor Darmstadt (49 Punkte) und dem Karlsruher SC (48) ist hauchdünn. Dahinter lauert Eintracht Braunschweig (44 Zähler). RB Leipzig, am Montag zu Gast in Kaiserslautern, könnte den Rückstand auf die Roten Teufel dann von sieben auf vier Zähler reduzieren. „Für einen Punkt in Düsseldorf muss man sich nicht schämen“, sagte FCK-Trainer Kosta Runjaic, dem zwar die Spielweise seiner Mannschaft nach 30, 35 Minuten missfiel, der sich aber begeistert vom Kampf und Willen seiner jungen Truppe zeigte. Tobias Sippel war ein starker Rückhalt, das lässt weiter rätseln, warum er wirklich gehen muss. Herausragend arbeiteten erneut die Abwehrsäulen Willi Orban und Tim Heubach. Es mangelte am Montag aber in der Offensive an Präzision im Passspiel, an der letzten Konsequenz im letzten Drittel. Die Außen, defensiv stark gefordert, schafften es nicht, den kampfstarken Philipp Hofmann mit Flanken zu füttern. Simon Zoller hat im siebten Anlauf sein erstes Tor nach seiner Rückkehr geschossen, es hätten zwei sein müssen, drei sein können. Der Anfang aber ist gemacht.
