1. FC Kaiserslautern
FCK: Ein Bild des Jammers
Der FCK ist nicht nur sportlich und wirtschaftlich, sondern nun auch moralisch tief gesunken. Es wird mit Menschen und Zahlen jongliert.
Aus Sicht des Luxemburger Geschäftsmanns Flavio Becca ist es verständlich, dass er bei einem millionenschweren Engagement beim FCK nicht will, dass dort permanent Unruhe herrscht. Er hat Aufsichtsratschef und Beiratsmitglied Michael Littig als Unruheherd ausgemacht – oder Becca wurde instrumentalisiert. Doch es war klar, dass ein solcher sachlich nachvollziehbarer, aber moralisch fragwürdiger Angriff auf das Innenleben eines Vereins von dessen Gremien abgewehrt werden würde. Beccas Fehler, sein auf 25 Millionen innerhalb von fünf Jahren beziffertes Einsteigen mit der Personalie Littig zu verknüpfen, der so von der Rand- zur Hauptfigur wurde, hat einem neuen, durch und durch fragwürdigen Lösungsansatz Tür und Tor geöffnet. Drei Millionen Euro bieten nicht namentlich genannte regionale Investoren. Auch sie fordern etwas, wollen zehn Prozent an der FCK KGaA und einen Beiratssitz. Dafür muss der Klub seinen Wert drastisch herabsetzen und den Gesellschaftsvertrag ändern. Große Einflussnahme durch Investoren wollte die FCK-Führung bei der Ausgliederung verhindern. Michael Klatt, Martin Bader, der damalige Aufsichtsratsvorsitzende Patrick Banf, auch Littig und die anderen des Gremiums saßen am 3. Juni 2018 bei der Versammlung auf der Bühne und verkauften ihr „Lauterer Modell“. Sie versprachen den 18.000 Mitgliedern Transparenz. Und jetzt wollen Investoren einsteigen, die ihre Namen nicht nennen! Zumal nur Ankerinvestoren in den Beirat dürfen. Dafür sind drei Millionen Euro, noch dazu auf den letzten Drücker, eine lächerliche Summe. Aber der FCK ist so erschreckend tief gesunken, dass er offenbar auch dieses Geld braucht. Andere Geschäftspartner des Klubs fühlen sich verschaukelt. Seriöses Gebaren sieht anders aus. Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

