1. FC Kaiserslautern
FCK: Ehrmann denkt an Abschied
Chaos-Klub FCK – das Erscheinungsbild tut Gerry Ehrmann weh. Dass der potenzielle Ankerinvestor Becca verprellt wurde, hat die Torhüter-Legende tief getroffen. „So ist das nicht mehr mein Verein“, sagt der 60-Jährige.
In Abstimmung mit Roland Berger hat sich der 1. FC Kaiserslautern 2018 mit 120 Millionen Euro bewertet. Klingt nach mehr als einem mittelmäßigen Drittligisten. Treue Sponsoren – Dieter Buchholz, Professor Dr. Peter Theiss, Giuseppe Nardi, Axel Kemmler, Annemarie Becker und Steffen Wick – haben auf Basis dieser Bewertung mit zehn Prozent Rabatt als erste Aktienpakete im jeweils sechsstelligen Bereich erworben. Die Aktie kostete 32 Euro. Kommt es zu der von Michael Littig, dem Aufsichtsratsvorsitzenden des e.V., geplanten Wertminderung auf 30 Millionen, ist die Aktie für acht Euro zu haben, Buchholz und Co. erhalten einen Nachschlag. Mit dem Schnäppchenpreis soll eine regionale Investorengruppe, deren Mitglieder namentlich nicht bekannt sind, geködert werden. Vertraute des ausgebooteten potenziellen Ankerinvestors Flavio Becca sind entsetzt über den „Kursverfall“. „Für den Preis hätte Flavio sofort das ganze Paket gekauft. Das ist Kapitalvernichtung“, sagt ein enger Vertrauter des Milliardärs.

