1. FC Kaiserslautern
Die Stimmen zum FCK-Sieg gegen Darmstadt: „Wir können alle stolz sein“
Naatan Skyttä (Mittelfeldspieler des FCK): „Nach dem ersten Tor hatten wir das Gefühl, dass wir das Momentum auf unserer Seite hatten. Dann hatten wir weitere Chancen und haben zwei weitere Tore erzielt. Das war, glaube ich, ein guter Sieg. Als ich getroffen habe, war das ein unglaubliches Gefühl.“
Ivan Prtajin (Stürmer des FCK): „Es war ein großer, wichtiger Sieg für das Team und den Verein. Jetzt wird es hoffentlich einfacher, zu spielen – vielleicht mit etwas weniger Druck. Ich bin glücklich, aber jetzt müssen wir auch einmal auswärts ein Spiel gewinnen. Nach zwei Wochen Pause war es wichtig für mich, zu spielen. Das wird mir Kraft geben.“
Marlon Ritter (Kapitän des 1. FC Kaiserslautern): „Du kriegst ein Gegentor, wo du das Spiel eigentlich im Griff hast, mit einem langen Ball steht es auf einmal 0:1. Dann mussten wir uns schütteln. Jeder, der schon mal hier gespielt hat, weiß: Mit einer Aktion kriegst du das Stadion wieder auf deine Seite. Es muss nicht mal immer ein Tor sein. Du musst bis zum Ende dran glauben. Das haben wir gemacht, dadurch wurden wir auch belohnt. Wir können alle stolz sein. Man sieht auch, dass es nicht nur elf Spieler sind, sondern alle, die hintendran sind. Ich nehme mal Faride (Alidou). Auf ihn ist viel eingeprasselt in den letzten Wochen, wir haben ihm immer gesagt, dass er sein Ding einfach machen soll und seine Chance irgendwann kommen wird. Ich glaube, es gibt nichts Schöneres, als dann so ein wichtiges Tor zu schießen. Man hat heute gesehen, dass wir auch besser Fußball spielen können, dass wir mehr Qualität haben, dass wir uns nur mehr zutrauen müssen. Das weiß jeder, wenn man sieht, was für Namen bei uns rumlaufen. Es geht aber halt auch darum, das zu zeigen.“
Florian Kohfeldt (Trainer von Darmstadt 98): „Das Spiel lief extrem lange genau so, wie wir es wollten. Wir haben vorher gesagt, dass wir kein Hin und Her wollten. Wir wollten die Struktur halten. Das ist uns sehr, sehr gut gelungen. Bis zur 84. Minute waren wir richtig stark. Es blieb aber nur beim 1:0. Aus den letzten zehn Minuten heraus hat sich der FCK den Sieg verdient. Dann muss ich meiner Mannschaft vorwerfen, dass wir hektisch geworden sind. Wir haben immer noch Phasen in unserem Spiel, in denen wir nicht erwachsen genug sind. Die Phasen werden kürzer, aber das sind Dinge, die wir lernen müssen.“
Torsten Lieberknecht (Trainer des FCK): „Man hat phasenweise gesehen, warum der Gegner ungeschlagen hierherkam. Es war ein taktisch geprägtes Spiel, beide Mannschaften waren bemüht, ihre Strukturen aufrechtzuerhalten. Wir haben vorher angesprochen, dass wir über die athletische Schiene hintenraus das Spiel gewinnen können. Das war heute ein ganz wichtige Komponente. Wir hatten nach dem 0:1 eine Phase, die wir glücklicherweise überstanden haben. Nach den Wechseln hatten wir ein anderes Tempo auf dem Platz. Es ist die Geschichte des Spiels, dass an allen Toren eingewechselte Spieler beteiligt sind. Es lohnt sich als Trainer, für seine Spieler einzustehen. Faride war heute da und hat dem Spiel die Wende gegeben. Wir sind glücklich, dass wir 3:1 gewonnen haben. Ab der 70. Minute haben die Fans ein unglaubliches Gespür gehabt. Als kam „Steht auf, wenn ihr Lautrer seid“, das war ein Game Changer. Die Fans waren der Mannschaft eine gute Stütze. Heute hat man den Mythos Betzenberg gesehen. Wir sind glücklich.
Zu Paul Joly: „Der Junge macht sein erstes Spiel, hatte drei Einheiten mit uns. Das ist immer ein Risiko. Aber er hat angedeutet, was in ihm steckt. Mit der Zeit wurde es schwieriger, er hat sich durchgebissen. Ich bin sehr zufrieden mit ihm. Er hat angedeutet, dass er ein guter Ersatz für Simon Asta sein kann, auf den wir lange verzichten müssen.“
Zu den Wechseln und seinem goldenen Händchen: „Dafür bin ich hier, dass man auch ein bisschen mitdenkt. Die Jungs sind mir wichtiger als ich selbst. Sie lehnen sich im Training nie zurück, und sie werden belohnt. Das tut uns allen gut. Es war vielleicht auch ganz wichtig, dass man ein Spiel so gewinnt, wie wir es gewonnen haben.“
Marcel Klos (Sportdirektor des 1. FC Kaiserslautern): „Betzenberg-Heimspiel, das ist immer Druck, es ist immer viel los. Natürlich bin ich erst mal extrem froh, vor der Länderspielpause das zweite Heimspiel gezogen zu haben. Das haben wir uns alle gemeinsam erarbeitet, das Trainerteam, die Mannschaft, die Einwechselspieler. Das sollte uns am Ende auszeichnen, dass wir als Team durch die Zweite Liga gehen und Spiele gewinnen.“
Zu Faride Alidou: „Ich freue mich riesig für den Jungen. Das war ein extremer Brustlöser, nicht nur für uns in der Phase, sondern auch für Faride. Er gibt immer Gas im Training, er gibt immer Gas in seinen Spielen. Ich freue mich so sehr für ihn, weil er so ein guter Mensch ist und er immer hundert Prozent gibt, dass hier mal alle seinen Namen gerufen haben und er dieses Erfolgserlebnis hatte. Am Ende sind wir alle Menschen, und das tut einem einfach gut.“
Zum Ende der Transferperiode: „Deadline Day ist immer verrückt, da können die verrücktesten Sachen passieren – vielleicht auch Sachen, mit denen man gar nicht rechnet. Wir müssen immer handeln können. Aber wir sind auf allen Positionen vorbereitet, falls noch etwas passiert. Man hat heute gesehen: Wir haben einen Kader, dem man vertrauen soll und vertrauen muss. Und deswegen bin ich damit schon mal zufrieden.“
Zu Paul Joly: „Ich bin auch für ihn extrem glücklich. Man hat schon gemerkt, als er zum Aufwärmen auf den Platz ging: Oh, okay, was ist denn hier jetzt gerade los, so kenne ich das nicht. Aber ich muss sagen: Er hat das superprofessionell runtergespielt.“
Zu seinem Konflikt mit Florian Kohfeldt: „Ich habe mich auch öffentlich entschuldigt. Dann sind einfach Emotionen. Aber trotzdem darf ich nicht so auf Flo losstürzen und mich da beschweren. Wir hatten unseren Handshake, ich habe mich entschuldigt, und die Sache ist gegessen.“
Paul Joly (Neuzugang des FCK): „Ich bin sehr glücklich, direkt im ersten Spiel zum Sieg beigetragen zu haben. Das Stadion war wirklich unglaublich. Es war eine Umstellung, es ist meine erste Station außerhalb von Frankreich. Aber ich fühle mich schon gut integriert. Ich freue mich darauf, hier zu spielen. Es ist ein lautes, großes Stadion mit einem engagierten Publikum. Und dann auch noch gleich zu gewinnen – das ist perfekt.“
