1. FC Kaiserslautern
DFB-Pokal in Berlin: Das Millionenspiel für den FCK
Im Dezember standen sich der 1. FC Kaiserslautern und Hertha BSC in der Zweiten Fußball-Bundesliga im Fritz-Walter-Stadion gegenüber. Damals verlor der FCK mit 1:2. Es folgten für die Roten Teufel weitere Niederlagen in der Liga. Am Freitag aber gab es den ersehnten Befreiungsschlag mit dem 4:1-Erfolg gegen den FC Schalke 04. Die Generalprobe der Berliner ging dagegen in die Hose. 1:3 verloren die Berliner beim SV Wehen Wiesbaden.
Wird das Viertelfinale zwischen der Hertha und dem FCK live im Fernsehen übertragen?
Nicht im frei empfangbaren TV. Der Bezahlsender Sky überträgt dieses Spiel. Es ist übrigens die einzige Partie, die nicht im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt wird. Dabei wird die Partie zwischen der Hertha und dem FCK (ab 20.45 Uhr) die meisten Zuschauer im Stadion haben. Das Olympiastadion ist mit 74.000 Zuschauern ausverkauft.
Wie viele FCK-Fans werden in Berlin vor Ort sein?
8641 Karten bekam der FCK zugewiesen. Allerdings könnten unbestätigten Meldungen zufolge bis zu 15.000 Lauterer Anhänger im Stadion sein. Sie haben sich mit Karten für andere Tribünen eingedeckt.
Wie viel Geld bekommt der Sieger für den Einzug ins Halbfinale?
Der Sieger bekommt 3,449 Millionen Euro. Hinzu kommt ein 45-prozentiger Anteil an den Ticketverkäufen für jede Mannschaft. Die restlichen zehn Prozent fließen an den DFB. An einer Live-Übertragung hätten die Hertha und der FCK nicht profitiert. Auch nicht die anderen sechs Viertelfinalisten, deren Partien live übertragen werden. Der Hintergrund: Um eine gerechtere Verteilung der Prämien zu ermöglichen, werden die Erlöse aus den Free-TV-Spielen seit der Saison 2014/15 nicht mehr an die beteiligten Klubs ausgeschüttet, sondern gleichmäßig unter allen 64 Teilnehmern verteilt. So konnte der DFB die Prämien aus den TV- und Marketingerlösen um zwei Millionen Euro anheben.
Wie kamen beide Mannschaften ins Viertelfinale?
Hertha BSC hat sich in den ersten DFB-Pokal-Runden gegen Carl Zeiss Jena (5:0), den 1. FSV Mainz 05 (3:0) und den Hamburger SV (5:3 im Elfmeterschießen) für das Viertelfinale qualifiziert. Der 1. FC Kaiserslautern hat in der laufenden DFB-Pokalsaison bisher die Hürden Rot-Weiß Koblenz (5:0), 1. FC Köln (3:2) und 1. FC Nürnberg (2:0) genommen.
Wie ist die Pokalhistorie beider Vereine?
Der FCK kann auf eine stolze Pokalgeschichte zurückblicken: Zweimal gewann Kaiserslautern den DFB-Pokal (1990, 1996), siebenmal stand der Klub im Finale (zuletzt 2003), elfmal im Halbfinale und 22 Mal im Viertelfinale. Die Hertha stand zweimal im Endspiel (1977 und 1979), sechsmal im Halbfinale und 16 Mal im Viertelfinale. Das letzte Duell im DFB-Pokal gab es im Jahr 2013. Da setzte sich der FCK mit 3:1 durch.
Wer fällt beim FCK aus?
Philipp Hercher (Leiste) und Hendrick Zuck (Kreuzbandriss). Alle anderen Spieler stehen Grammozis zur Verfügung.
Sieht FCK-Trainer Dimitrios Grammozis eine Mannschaft in der Favoritenrolle?
Nein, aber Grammozis sagt: „Die Ergebnisse spielen keine große Rolle, weil es ein spezieller Wettbewerb ist. Die Berliner haben schon einen Tick mehr Druck, weil die Erwartungshaltung größer ist, mit dem Heimspiel und mit dem möglichen Finale zu Hause.“
Welchen Stellenwert spielt der DFB-Pokal für Dimitrios Grammozis. Schließlich stand er mit dem FCK im Endspiel (2003) und im Viertelfinale (2002).
„2003 durfte ich im Endspiel nicht spielen, weil ich im Halbfinale eine Rote Karte gesehen habe“, sagte Grammozis: „Was den DFB-Pokal ausmacht, hat dieer Verein in der Vergangenheit gezeigt und auch gespürt. Man kann mit relativ wenig Spielen trotzdem weit kommen und sportlich sowie finanziell für Furore sorgen. Das ist Antrieb für jeden Verein und jeden Trainer.
Wird der FCK bis Mittwoch, 23:59 Uhr, noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv? Bis dahin können Spieler wechseln.
Grammozis dazu: „Wir haben jedem Spieler klar und sehr deutlich gesagt, wie der sportliche Ist-Zustand ist. Alle Spieler haben Vertrag. Jeder muss für sich entscheiden, welchen Weg er gehen möchte. Ich würde nicht ausschließen, dass noch etwas passieren könnte.“ Zumindest wurde am Montag der Wechsel von Torwart Andreas Luthe endgültig perfekt gemacht. Er unterschrieb beim VfL Bochum. Als Ersatz verpflichtete der FCK den 34 Jahre alten Robin Himmelmann, der zuletzt vereinslos war.
