Hintergrund
Das sind die Probleme bei der Bahn-Anreise bei FCK-Heimspielen
Bei allem Ärger, den es oft wegen überfüllter Züge gibt – noch schlimmer ist es, wenn überhaupt keine Züge fahren können. Der (bisherige) Tiefpunkt im Bahnverkehr zum Fritz-Walter-Stadion war wohl die Situation im Sommer des vergangenen Jahres, als im Juli und August an sechs Wochenenden hintereinander die Bahnstrecke von Neustadt nach Kaiserslautern gesperrt war. Davon waren vier Heimspiele des FCK betroffen. Da absehbar war, dass die anstelle der Züge zwischen Neustadt und Kaiserslautern fahrenden Ersatzbusse dem bei FCK-Spielen sonst üblichen Fahrgastaufkommen nie und nimmer gewachsen sein würden, warnte die Deutsche Bahn (DB) gewissermaßen vor ihrem eigenen Angebot und empfahl, „eine andere An- und Rückreisemöglichkeit zu finden“. Gleichzeitig war auch noch die Bahnstrecke von Pirmasens nach Kaiserslautern gesperrt.
Probleme zwischen Kaiserslautern und Landstuhl
So schlimm ist es derzeit nicht, aber Unmut gibt es trotzdem. Überfüllt sind Züge besonders auf dem Abschnitt von Kaiserslautern nach Landstuhl. Hier hat der für den regionalen Schienenverkehr zuständige Zweckverband mit der etwas sperrigen Abkürzung ZÖPNV (für Zweckverband öffentlicher Personennahverkehr) Rheinland-Pfalz Süd in Kaiserslautern auf Beschwerden reagiert und für das Spiel des FCK gegen Hannover 96 am 6. Oktober erstmals einen Zusatzzug von Homburg nach Kaiserslautern und zurück bestellt.
In den nächsten Tagen stehen im Fritz-Walter-Stadion zwei Begegnungen auf dem Programm, die in früheren Zeiten Knüller in der höchsten Spielklasse waren: Am Samstag kommt der Hamburger SV auf den Betzenberg, am Dienstag im DFB-Pokal der 1. FC Köln.
Für die Heimfahrt nach dem Spiel gegen den Hamburger SV (Anstoß um 20.30 Uhr) hat der ZÖPNV Zusatzzüge nach Kusel (ab 23.04 Uhr), Lauterecken (ab 23.05 Uhr), Bingen über Rockenhausen (ab 23.10 Uhr), Saarbrücken (ab 23.09 Uhr) und Pirmasens (ab 23.15 Uhr) bestellt. Nach Ludwigshafen über Neustadt sind zwei Zusatzzüge vorgesehen, die in Kaiserslautern um 23.21 Uhr und 23.28 Uhr abfahren und alle Unterwegshalte bis zur Endstation Ludwigshafen Hauptbahnhof bedienen sollen.
In der Gegenrichtung fahren diese Zusatzzüge für die Anreise zum Fritz-Walter-Stadion ab Ludwigshafen um 17.47 Uhr und ab Neustadt um 18.16 Uhr sowie um 18.19 Uhr ab Ludwigshafen und um 18.45 Uhr ab Neustadt. Diese beiden Züge bedienen alle Halte von Ludwigshafen bis Lambrecht und fahren danach nonstop bis nach Kaiserslautern.
Häufig ist zu beobachten, dass in diesen Zusatzzügen noch eher freie Plätze zu finden sind als in den regulären Taktzügen der S-Bahn und der Regional-Express-Linie RE1, die in dieser Zeit durch Berufspendler stark frequentiert sind. Insbesondere vor den wenigen Türen der Süwex-Triebwagen des RE1 bilden sich meist große Trauben von FCK-Fans, die in die überfüllten Wagen drängen. Der RE1, der nonstop von Neustadt nach Kaiserslautern fährt, ist zwar am schnellsten, aber wer kann, tut gut daran, lieber in einen der Zusatzzüge einzusteigen, die mit nur einem Halt in Lambrecht keine viel längere Fahrzeit haben.
Zusatzzüge sollen Ende des Pokalspiels abwarten
Für das Pokalspiel gegen den 1. FC Köln am 31. Oktober sind für die Hinfahrt nach Kaiserslautern erneut die Zügen von Ludwigshafen bestellt, die auch am 28. Oktober fahren, also ab Ludwigshafen um 17.47 Uhr und ab Neustadt um 18.16 Uhr, sowie um 18.19 Uhr ab Ludwigshafen und um 18.45 Uhr ab Neustadt. Problematisch ist die Rückfahrt nach dem Spiel, das um 20.45 Uhr angepfiffen wird. Da es Verlängerung und Elfmeterschießen geben kann, ist das Spielende schwer kalkulierbar. Ein ZÖPNV-Sprecher sagte, bei der Bestellung der Züge sei vereinbart worden, dass die Züge das Spielende abwarten. Für den Fall, dass das Spiel regulär nach 90 Minuten zu Ende ist, sind folgende Abfahrtzeiten der Zusatzzüge vorgesehen: 23.11 Uhr nach Kusel, 23.15 Uhr nach Pirmasens, 23.20 Uhr nach Bingen über Rockenhausen, 23.20 Uhr nach Saarbrücken, 23.23 Uhr nach Lauterecken sowie 23.10 und 23.32 Uhr nach Ludwigshafen.
