Kreis Bad Duerkheim
Freinsheim soll einen Mehrgenerationenplatz bekommen
Die FWG-Fraktion hat einen entsprechenden Antrag in den Stadtrat eingebracht. Dieser wurde bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen am Donnerstag angenommen. Den anderen Fraktionen war wichtig, dass sich dadurch keine Auswirkungen auf den aktuellen Haushalt ergeben. Das Zahlenwerk für 2020 wurde vom Stadtrat noch nicht verabschiedet.
Silke Bähr stellte den Antrag für die FWG im Stadtrat vor. Sie wies darauf hin, dass es dabei auch um die Umsetzung eines Wahlversprechens gehe. Mit einem Mehrgenerationenplatz könnten mehrere Dinge miteinander verbunden werden: So könne man Gesundheit und Fitness fördern und naturnahes Lernen ermöglichen. Über allem stehe, Jung und Alt zusammenzubringen, damit diese gemeinsam Zeit verbringen könnten. Dabei seien Dinge wie ein Barfußpfad genauso möglich wie Fitness- und Spielgeräte oder ein Insektenhotel. Diese „Module“ könnten nach und nach verwirklicht werden, schlug Bähr vor. So könne man zunächst mit „drei, vier Geräten“ beginnen. Denn für die Ausgestaltung des Platzes gebe es verschiedene Möglichkeiten. „Denkbar wäre auch eine Einwohnerversammlung, um die Bürger mit ins Boot zu holen“, betonte sie. Als Ort käme die Umgebung an der Seniorenresidenz in Frage, denkbar sei aber auch der Talweidgraben bei der Ausgleichsfläche im Nordosten der Stadt. Als finanzieller Grundstock könnten die noch verfügbaren Mittel aus der Fritz-Karl-Wilhelm-Stiftung verwendet werden.
Kein Einfluss auf den Haushalt
„Viele hatten ein Generationen verbindendes Projekt im Wahlprogramm, von daher ist ein solches Konzept absolut unterstützenswert“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Sascha Leiser. Er plädierte dafür, hinsichtlich der Standortfrage noch offen zu sein und keinen Beschluss zu fassen, der einen unmittelbaren Einfluss auf den Haushalt 2020 hat. Angela Hubach (SPD) sah „noch jede Menge Fragen“, die erst einmal geklärt werden müssten: „Wie viel Geld steht uns von der Stiftung zur Verfügung? Über welchen finanziellen Rahmen sprechen wir?“ Arnold Wiegand (FWG) sah hier den Bauausschuss gefordert, um das Thema eingehend zu beraten. „Die Bürger sollen benennen, was sie brauchen“, schlug Sabine Zimmermann (Grüne) vor.
Heike Mathes (FDP) wollte wissen, ob das Stiftungsgeld nicht auch für andere Zwecke gebraucht werde. Bürgermeister Matthias Weber (FWG) erinnerte daran, dass das Geld aus der Fritz-Karl-Wilhelm-Stiftung für soziale Zwecke verwendet werden müsse. Da die Stadt keine Trägerin von sozialen Einrichtungen sei, habe die FWG vorgeschlagen, eine solche Einrichtung in Form eines Mehrgenerationenplatzes zu gründen. Er sprach sich dafür aus, einen entsprechenden Sonderposten im Haushalt dafür zu bilden, jedoch zunächst für dieses Jahr noch keine Ausgaben vorzusehen.