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FCK: Skarlatidis macht mit Tor des Monats alles klar für die Roten Teufel
„Ein verdienter, dreckiger Auswärtssieg!“ So bilanziert Trainer Boris Schommers das 4:2 (2:0) des 1. FC Kaiserslautern am 17. Spieltag der Dritten Liga bei Viktoria Köln. Letzte Zweifel am dritten Lauterer Dreier in Serie nimmt Simon Skarlatidis mit seinem Sonntagsschuss aus 30 Metern.
Der Treffer, reif für das „Tor des Monats“, riss auch den Mann am Mikrofon, Viktoria-Stadionsprecher Jan Rißwig vom Sitz: „Man muss zugeben – ein Traumtor!“ Ein Tor, das auch Skarlatidis euphorisierte. „Wichtig für die Mannschaft, wichtig für den Verein, schön und wichtig für mich“, schwärmte der Traumtor-Schütze. Er will spielen – immer und immer von Anfang an. Die Chance bietet sich dem Ex-Würzburger wohl am Samstag, wenn der Hallesche FC kommt. Gegen das Top-Team fehlt Christian Kühlwetter nach der fünften Gelben Karte gesperrt.
Bachmanns Fortnite-Jubel
„Ein dreckiger Sieg, aber genau so etwas braucht man auch mal“, sagte Janik Bachmann, mit seinem ersten Treffer für den FCK der Schütze des 1:0. Der 23-Jährige sprintete nach seinem 1:0 zum Jubel zur Reservebank des FCK. „Das hatte ich vorher Rösi (Mitspieler Lucas Röser) gesagt: Wenn ich treffe, mache ich das. Es war ein Insider-Jubel, ein Check aus dem Computerspiel Fortnite, das Rösi und ich spielen.“
Vorbereiter dieses 1:0 (10.) und des 3:0 (64.) durch Timmy Thiele war Hendrick Zuck. Den von Vorgänger Sascha Hildmann schon so gut wie ausgemusterten 29-Jährigen hat Boris Schommers vor drei Wochen zurück in die Startelf beordert. Seitdem läuft es beim FCK, drei Punktspiele, drei Siege – eine dieser Geschichten, die der Fußball schreibt. Bei dem einen Trainer „funktioniert“ ein Spieler, weil die Ansprache passt, weil die berühmte Chemie stimmt – oder, oder, oder. „Ich bin keiner, der so leicht aufgibt oder einfach wegrennt“, sagte Zuck beim Blick zurück auf eine für ihn schwere Zeit. Im August stand ein Vereinswechsel zur Diskussion. Im Spätherbst und Frühwinter blüht der Mittelfeldspieler auf, besticht mit hoher Passqualität. „Wir haben gut angefangen, hätten aber schon in der ersten Halbzeit drei Tore machen müssen. So ist es zwischendrin noch mal eng geworden. Und dann hat ,Skarla' den Hammer rausgeholt“. sagte Zuck. Es war das ganz wichtige 4:2 (88.), nachdem die Kölner durch ihren Kapitän Mike Wunderlich auf 1:3 (70.) und 2:3 (84., Foulelfmeter) verkürzt hatten.
Lauterer Heimspiel in Köln
„Auswärtssieg“, skandierten die mit an den Kölner Sportpark gereisten FCK-Fans und „Heimspiel in Kölle“. Die Stimmung war bestens im Lager der über weite Strecken erneut starken und mit schnellen, gezielten Angriffen gefährlichen Lauterer. „Die Siege in den letzten Spielen haben uns Selbstbewusstsein gegeben“, betonte der ganz starke Bachmann. „Ein wichtiges Spiel, ein wichtiger Sieg“, sagte der wieder sehr umtriebige FCK-Angreifer Florian Pick. „Unser Umschaltspiel ist deutlich besser geworden, und wir stehen jetzt viel kompakter“, sagte Pick zu den „Geheimnissen“ des jüngsten Aufschwungs. „Sehr, sehr glücklich“ zeigte sich FCK-Trainer Schommers nach dem Sieg in der Stadt, die er als seine Heimat empfindet. „Ich habe 17 Jahre hier gelebt, meine Familie und viele Freunde von mir waren beim Spiel – ein rundum gelungener Ausflug“, sagte Schommers. „Du hast einen Plan hinter unserem Spiel gesehen, du hast eine Struktur gesehen.“ So gefiel Angreifer Timmy Thiele einmal mehr auch als perfekter Vorbereiter – es waren auffällig viele flache, sehr gezielte Hereingaben im Spiel. Thiele spielte in Köln zum ersten Mal nach seinem Nasenbeinbruch wieder ohne Maske. „Die Maske hat super gepasst, hat mich auch nicht beeinträchtigt, trotzdem war es ein schönes Gefühl, mal wieder ohne sie zu spielen“, sagte der 28-Jährige nach seinem siebten Saisontor strahlend.
