Chemie BASF-Vorstandsmitglied Scharpwinkel soll Arbeitgeberverband führen

Katja Scharpwinkel
Katja Scharpwinkel

Katja Scharpwinkel, Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektorin der BASF, soll Präsidentin des Chemie-Arbeitgeberverbands BAVC werden.

Der Vorstand des BAVC habe Scharpwinkel einstimmig als Nachfolgerin von Kai Beckmann nominiert, teilte der Verband am Freitag mit. Beckmann, der seit 2017 an der Spitze des BAVC steht und der Geschäftsleitung von Merck angehört, wird demnach sein Amt am 30. April niederlegen. Am gleichen Tag soll die Mitgliederversammlung des BAVC Scharpwinkel zur neuen Präsidentin wählen.

Die Personalie ist deshalb etwas überraschend, weil Scharpwinkel bisher noch nicht dem BAVC-Vorstand angehört. Die 1969 in Hagen (Nordrhein-Westfalen) geborene promovierte Chemikerin rückte am 1. Februar als Nachfolgerin von Melanie Maas-Brunner in den Vorstand der BASF. Dass sie nun Präsidentin der Chemie-Arbeitgeber werden soll, werten Beobachter als Signal der BASF, ein Zeichen für ihr Engagement für den Chemie-Standort Deutschland setzen zu wollen. Sollte Scharpwinkel, wovon auszugehen ist, BAVC-Präsidentin werden, wäre sie die vierte BASF-Führungskraft in dieser Position. Vor ihr hatten bereits Margret Suckale (2013-2017), Eggert Voscherau (2005-2013) und Wolfgang Jentzsch (1983-1985) dieses Amt inne. Verbandspolitische Erfahrung sammelte Scharpwinkel unter anderem im Verband der Chemischen Industrie und im Bundesverband der Deutschen Industrie.

Dem BAVC gehören bundesweit rund 1700 Unternehmen der chemischen und pharmazeutischen Industrie mit etwa 585.000 Beschäftigten an. Als Arbeitgeberverband ist er auch für die Tarifpolitik in der Chemieindustrie zuständig. Hier stehen ab April Tarifverhandlungen an.

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