Unternehmen BASF mit starkem Geschäft

Das Ergebnis nach Steuern der BASF belasteten nannte Wertberichtigungen des Erdöl- und Gaskonzerns Wintershall Dea.
Das Ergebnis nach Steuern der BASF belasteten nannte Wertberichtigungen des Erdöl- und Gaskonzerns Wintershall Dea.

Die BASF hat in den ersten drei Monaten des Jahres sowohl beim Umsatz als auch beim Betriebsergebnis deutlich die Werte der Vorjahreszeit und die Erwartungen der Analysten übertroffen.

Der Ludwigshafener Chemiekonzern hat am Montag vorläufige Geschäftszahlen für das erste Quartal 2022 vorgelegt. Wertberichtigungen als Folge des Überfalls Russlands auf die Ukraine wirkten sich allerdings negativ auf das Ergebnis nach Steuern aus.

Der Umsatz stieg den Angaben zufolge gegenüber der gleichen Vorjahreszeit um 19 Prozent auf 23,1 Milliarden Euro. Ausschlaggebend hierfür, so hieß es weiter, seien höhere Preise gewesen. Währungseinflüsse, vor allem aus dem Dollar, hätten sich leicht positiv ausgewirkt.

Das Ebit (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) vor Sondereinflüssen lag im ersten Quartal 2022 mit voraussichtlich 2,8 Milliarden Euro um 21 Prozent über dem Wert des Vorjahresquartals. Die durchschnittlichen Analystenschätzungen für das Ebit vor Sondereinflüssen seien in allen Segmenten – außer Sonstige – übertroffen worden. Unter Sonstige fasst die BASF Aktivitäten zusammen, die keinem der Unternehmensbereiche zugeordnet sind wie zum Beispiel den Rohstoffhandel oder auch nicht fortgeführte Geschäfte sowie bestimmte nach Devestitionen verbliebene Restaktivitäten.

Beteiligungsergebnis belastet

Das Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen erreichte 1,2 Milliarden Euro und blieb damit deutlich unter dem Wert des Vorjahresquartals (1,7 Milliarden Euro) sowie deutlich unter den Analystenschätzungen. Als Grund für das schlechtere Nachsteuerergebnis nannte die BASF Wertberichtigungen des Erdöl- und Gaskonzerns Wintershall Dea insbesondere für Darlehen an die Pipelineprojektgesellschaft Nord Stream 2 AG. Wintershall Dea hatte dem Unternehmen Darlehen in Höhe von 730 Millionen Euro gegeben. Die BASF hält eine Mehrheit an Wintershall Dea.

Der Ludwigshafener Konzern habe diese Wertberichtigungen in seinem Beteiligungsergebnis anteilig (72,7 Prozent) mit rund 1,1 Milliarden Euro berücksichtigt.

Die ausführlichen Geschäftszahlen für das erste Quartal 2022 will die BASF am 29. April vorlegen.

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