Druckmaschinen RHEINPFALZ Plus Artikel Heidelberg macht im ersten Halbjahr Millionen-Gewinn

Am größten Produktionsstandort Wiesloch-Walldorf waren Ende September noch 4308 Mitarbeiter beschäftigt, 549 weniger als ein Jah
Am größten Produktionsstandort Wiesloch-Walldorf waren Ende September noch 4308 Mitarbeiter beschäftigt, 549 weniger als ein Jahr zuvor.

Höherer Umsatz, ein deutlich gestiegenes Auftragsvolumen und unterm Strich ein Millionengewinn: Das erste Geschäftshalbjahr ist für die Heidelberger Druckmaschinen AG gut gelaufen. Die Restrukturierung des Konzerns trägt inzwischen Früchte.

Von April bis Ende September erzielte Heidelberg einen Umsatz von 983 Millionen Euro – 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) war mit 75 Millionen Euro höher als zur vergleichbaren Vorjahreszeit. Unterm Strich steht nach sechs Monaten laufenden Geschäftsjahr ein Gewinn von 13 Millionen Euro, nach 9-Millionen-Euro-Verlust im Vorjahr.

„Die deutlich positive Entwicklung in unseren Wachstumsfeldern und unsere verbesserte Kosteneffizienz unterstreichen, dass Heidelberg auf einem sehr guten Weg ist“, sagte Vorstandschef Rainer Hundsdörfer. Für die Zukunft sieht das Unternehmen noch große Potenziale. Führend sei Heidelberg im Markt China, bei digitalen Geschäftsmodellen, bei neuen Technologieanwendungen vor allem in der E-Mobilität und beim Verpackungsdruck und wachse in diesen Segmenten weiter.

Richtungsweisend nennt Hundsdörfer die Finanzpartnerschaft mit dem Münchner Rückversicherer Munich Re. Mit dem Assekuranzriesen will Heidelberg das globale Marktpotenzial der Subskriptionsangebote umfassend erschließen und das Geschäftsvolumen deutlich erhöhen.

Weiter auf Erfolgskurs ist das Unternehmen auch bei der Produktion von Wallboxen zum Laden von E-Autos. Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage habe das Unternehmen die vierte Wallbox-Produktionslinie früher als vorgesehen in Betrieb genommen. Im ersten Halbjahr habe der Umsatz mit Wallboxen verdreifacht und das Ergebnis deutlich gesteigert werden können.

Unterdessen geht der Arbeitsplatzabbau weiter. Der Abbau ist Teil des umfangreichen Programms, mit dem das Unternehmen ab dem Geschäftsjahr 2022/23 pro Jahr die Kosten um 170 Millionen Euro senken will. Ende September beschäftigte Heidelberg weltweit 10.309 Mitarbeiter – 992 weniger als ein Jahr zuvor. Am größten Produktionsstandort Wiesloch Walldorf arbeiteten Ende September noch 4308 Menschen (Vorjahr: 4857).

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