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Aborigines verzieren Emu-Eier schon vor 150 Jahren
Von Mitte des 18. bis Anfang des 20. Jahrhunderts war das Einritzen auf Emu-Eiern ein beliebter Zeitvertreib auf Farmen und in Aborigine-Gemeinden in Australien. Bis heute sind noch viele dieser oft kunstvoll verzierten Eier in Museen zu sehen. Emu-Eier standen zudem ähnlich wie unsere Hühnereier seit jeher auf dem Speiseplan der einheimischen Völker des fünften Kontinents.
Doch nicht nur die Eier des Emus sind bemerkenswert. Nicht umsonst ziert der flugunfähige Vogel mit dem Känguru das australische Wappen. Emus sind nach dem Vogel Strauß die zweitgrößten Vögel der Welt – ausgewachsene männliche Tiere können bis zu zwei Meter groß werden und bis zu 50 Kilometer pro Stunde schnell laufen.
Emus werden für ihr Fleisch und ihre Eier in einigen Farmen gezüchtet – in der Wildnis geht es den Tieren bei Weitem nicht immer und überall gut. Dies liegt vorwiegend am Menschen, der die Tiere lange Zeit erbarmungslos gejagt hat. In manchen Regionen Australiens ist ihr Überleben gefährdet; die Küsten-Emus sind sogar vom Aussterben bedroht.
Tierschützerin rettet ganze Herde
Eine Tierschützerin, die eine ganze Herde Emus gerettet hat, ist die Australierin Belinda Donovan. Sie betreibt mit ihrem Ehemann Phil die Mudgeroo Farm südlich von Sydney. Außer um 50 Emus kümmert sich das Paar um verletzte oder verwaiste Kängurus, Wombats und andere Tiere. Die Tierschützerin arbeitet eng mit der lokalen indigenen Gemeinde zusammen und versorgt diese beispielsweise mit Emufedern, die sich in zeremoniellen Gewändern wiederfinden. Auch die Praxis, Bilder auf Emu-Eier einzuritzen, wird von einigen indigenen Künstlern bis heute bewahrt. Die Bilder erzählen Geschichten der australischen Ureinwohner, erläutert das Australian Museum. Sie seien bis heute ein Mittel für die Aborigines, die Verbindung zum Emu und zum Land zu stärken.