Wirtschaft RHEINPFALZ Plus Artikel Zukunftsprogramm der BASF: Aus Fehlern von 2011 gelernt

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Martin Brudermüller setzt mit dem neuen Zukunftsprogramm zwar den Schwerpunkt eindeutig auf die Expansion in China.

Auch die BASF-Chefs kochen nur mit Wasser. Das mag manchem Aniliner ein Trost sein, wenn ihm sein Chef beim Jahresgespräch sagt, dass die persönlichen Zielvorgaben nicht erreicht worden seien. Brudermüller setzt mit dem neuen Zukunftsprogramm zwar den Schwerpunkt eindeutig auf die Expansion in China. Klare Zielvorgaben für die langfristige Entwicklung von Umsatz und Gewinn hat er aber vermieden.

Anfang Mai BASF-Chef werden und Ende November die Strategie vorstellen: So hat es Kurt Bock 2011 gemacht. Und so läuft das jetzt auch bei seinem Nachfolger Martin Brudermüller. Bock hat seinerzeit – zusammen mit seinem damaligen Stellvertreter Brudermüller – sehr mutig für 2020 ein Umsatzziel von 115 Milliarden Euro gesetzt. Das hätte gegenüber 2010 einem Plus von 80 Prozent entsprochen. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wollte er in der gleichen Zeit auf 23 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Der Anteil der Schwellenländer am Konzernumsatz – ohne das Öl- und Gasgeschäft – sollte 2020 bei 45 Prozent liegen. 2010 waren es 34 Prozent. Alle damals gesteckten Zielmarken wurden weit verfehlt.

Auch BASF-Chefs kochen nur mit Wasser

2017 lag der BASF-Umsatz gerade mal bei 64,5 Milliarden Euro. Meilenweit entfernt vor der alten Zielvorgabe. Auch ohne die Trennung vom umsatzstarken Erdgashandel – 12 Milliarden Euro im Jahr – und anderen Konzernteilen wäre die Vorgabe weit verfehlt worden. Der Betriebsgewinn erreichte 12,7 Milliarden Euro. Zur Zielmarke für 2020 fehlten 10 Milliarden Euro. Und der Umsatzanteil der Schwellenländer hat sich fast nicht verändert. Auch die BASF-Chefs kochen nur mit Wasser. Das mag manchem Aniliner ein Trost sein, wenn ihm sein Chef beim Jahresgespräch sagt, dass die persönlichen Zielvorgaben nicht erreicht worden seien. Brudermüller setzt mit dem neuen Zukunftsprogramm zwar den Schwerpunkt eindeutig auf die Expansion in China. Klare Zielvorgaben für die langfristige Entwicklung von Umsatz und Gewinn hat er aber vermieden.

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