Fragen und Antworten
Wie erkennt man Aktien-Betrug?
Hinter Fake-Profilen stecken oft Betrüger, die Kasse machen wollen, indem sie den Kurs kurzfristig nach oben treiben, um ihre eigenen Aktien günstiger verkaufen zu können, warnt das Bundeskriminalamt (BKA)
.
Wie gehen die Betrüger vor?
Nach Angaben des BKA locken die Täter ihre Opfer, indem sie ihnen extrem hohe Gewinne für die Aktien in Aussicht stellen und gleichzeitig Zeitdruck vortäuschen. Tatsächlich gehe es den Betrügern aber darum, die Kurse gezielt zu beeinflussen. Demnach sollen die Anleger mit falschen und irreführenden Informationen motiviert werden, die beworbenen Aktien zu kaufen.
Von der Kurssteigerung profitieren die Kriminellen dann selbst – mit schlimmen Folgen für andere. „Sobald die Täter ihre Aktien verkaufen, bricht der Kurs meist rapide ein und die übrigen Anleger erleiden hohe Verluste“, erläutert das BKA.
Laut BKA werben die Kriminellen für „geringkapitalisierte“ Aktien, die zu einem ganz geringen Preis gehandelt werden (sogenannte Penny Stocks). Die Masche hat den Namen ,,Pump and Dump“, was so viel bedeutet wie ,,Hochpumpen und Fallenlassen“. Ein zentrales Merkmal sei dabei, dass die Täter die Namen internationaler Investmenthäuser oder angeblich anerkannter Persönlichkeiten aus der Finanzbranche für ihre Zwecke missbrauchten. In deren Namen würden gefälschte Profile auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder WhatsApp erstellt und – um das Vertrauen von Anlegern zu gewinnen – über mehrere Monate geführt. Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin hat ebenfalls bereits vor dieser Masche gewarnt.
Wie kann ich mich schützen?
Das BKA rät dazu, bei unaufgeforderten ,,heißen Tipps“ in Messengerdiensten und Onlineforen besonders vorsichtig zu sein und die Angaben mithilfe seriöser Quellen zu überprüfen. Von unrealistischen Gewinnversprechen sollte sich niemand blenden und von einem angeblichen Zeitdruck nicht täuschen lassen. Außerdem empfiehlt das BKA, sich über die Risiken von Anlagen in hochspekulativen oder wenig liquiden Wertpapieren zu informieren. Die Bafin weist darauf hin, dass die Täter nicht nur für Aktien werben, die an deutschen Börsen gehandelt werden, sondern auch für Aktien, die dort noch nicht gehandelt werden.