Wirtschaft Verbraucherpreise: Inflationsrate steigt auf 2,2 Prozent

«Wiesbaden/Bad Ems.» Steigende Preise für Benzin, Lebensmittel und Reisen haben die Inflationsrate in Deutschland auf den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr gehievt. Im Mai kosteten Waren und Dienstleistungen laut vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes durchschnittlich 2,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Die Inflationsrate, die im April noch bei 1,6 Prozent lag, stieg hauptsächlich wegen des starken Anstiegs der Preise für Heizöl und Kraftstoffe. Für Energie mussten die Verbraucher im Mai 5,2 Prozent mehr ausgeben als noch vor einem Jahr. Nahrungsmittel waren 3,5 Prozent teurer, Wohnungsmieten 1,6 Prozent. Im März hatte die Teuerungsrate 1,6 Prozent betragen, im Februar 1,4 Prozent. Von April auf Mai erhöhten sich die Verbraucherpreise nach Berechnungen der Wiesbadener Behörde um 0,5 Prozent. Auch in Rheinland-Pfalz hat der drastische Anstieg der Heizöl- und Kraftstoffpreise hat die Teuerungsrate in die Höhe schnellen lassen. Die Inflationsrate lag im Mai bei 2,0 Prozent, wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilte. Im April 2018 hatte die Teuerungsrate noch bei 1,5 Prozent gelegen. Heizöl war um ein Viertel teurer als ein Jahr zuvor, aber auch Diesel zog um 11,8 Prozent an, Superbenzin um 7,3 Prozent. Dagegen war Gas sogar um 2,4 Prozent billiger als im Vorjahresmonat. Aber auch Nahrungsmittel kosteten nach Angaben der Statistiker mehr: Butter verteuerte sich um 31,6 Prozent, Äpfel um 22,5 Prozent und frische Milch um 7,9 Prozent.