Frankfurter Börsen-Info
Trump, Klima und die BASF
Donald Trump ist auch als Ex-Präsident immer noch für eine Überraschung gut. Ein Börsenvehikel, mit dem der eigenwillige Republikaner Geld von Investoren für ein Start-up einsammeln will, sorgte am Freitag zumindest an der New Yorker Technologiebörse für Wirbel. Weil der Kurs um mehr als 200 Prozent zulegte, wurde der Handel mit dem Papier vorübergehend ausgesetzt. Trump wird das nicht hindern, seine Pläne weiterhin mit dem bekannten Elan fortzusetzen.
Kommt die Abschwächung?
Ob die Weltbörsen ihren Höhenflug auch in den kommenden Wochen beibehalten werden, ist dagegen nicht ausgemacht. Nach und nach sind die ersten Stimmen zu vernehmen, die vor einer Abschwächung des Aufschwungs warnen. Und die Pandemie ist auch noch nicht vorbei, mit welchen Auswirkungen auf die Wirtschaft auch immer.
Aus konjunktureller Sicht sieht Robert Greil, Chefstratege der Privatbank Merck Finck, zunehmenden Gegenwind: „Mehrere Faktoren von Lieferengpässen über höhere Energiepreise bis zur anhaltenden Covid-Bedrohung bremsen den Optimismus jetzt erst mal.“ Dies dürfte sich beim Ifo-Geschäftsklima am Montag sowie beim GfK-Konsumklima am Mittwoch widerspiegeln. Am Donnerstag tagt dann der Rat der Europäischen Zentralbank.
Viele Quartalszahlen
Anleger werden sich im Lauf der Woche aber erst einmal durch eine Flut von Zahlen wühlen können. Die Quartalsberichte kommen von der Ludwigshafener BASF, der Deutschen Bank und Puma am Mittwoch. Am Donnerstag folgen dann der Flugzeugbauer Airbus, die Lufthansa, der Triebwerksbauer MTU, der Industriegasehersteller Linde und der Autobauer Volkswagen. Am Ende der Woche stehen die Zahlen von Daimler auf dem Plan.